Waldbrunn-Hintermeilingen. Auf 20 Jahre Integrationsarbeit kann die Familie Graumann aus Hintermeilingen zurückblicken. Dies war für Wolfgang Graumann Anlass, im Pfarrheim mit großem Besuch zu feiern. Wie sehr Wolfgang Graumann von dem Ansturm an Gästen überrascht wurde, zeigte sich daran, wie oft man Stühle herbeischaffen musste, um genug Sitzmöglichkeiten zu haben ...
Hinweis: Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei.
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... Am Ende hatte dann doch jeder seinen Platz und Graumann begrüßte Landrat Manfred Michel, den CDU-Europaabgeordneten Michael Gahler, die beiden Imame Esat Öztürk und Kemal Kaba vom Vereinigten islamischen Kultur- und Bildungszentrum Limburg, Christa Pullmann von der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Bürgermeister Lothar Blättel, Kaplan Martin Weber, den evangelischen Pfarrer Johannes Jochemczyk, den Bundestagsabgeordneten Klaus-Peter Willsch (CDU) und viele weitere Gäste.
Gleich zu Beginn wandte sich Landrat Manfred Michel an die Gäste, die aus dem Ausland nach Deutschland gekommen sind. Diese neuen Bürger sollten sich auch in die Rettungsdienste, wie die Feuerwehr, integrieren. «Es wird Zeit, dass wir eine große Familie sind», sagte Michel. Seit 20 Jahren hat sich die Familie Graumann zum Ziel gesetzt, Neubürger und Aussiedler in die gesellschaftlichen Strukturen der Gemeinden in Waldbrunn und der Umgebung einzubinden. Heute haben von den rund 6000 Waldbrunnern rund 330 Personen eine ausländische Staatsangehörigkeit.
Unter den Gästen war auch eine Abordnung der Senckenberg-Schule aus Runkel und Villmar, die ihr Projekt «Trialog der Kulturen» in Szenen vorstellten. Dabei wurde auch ein Schofa-Horn geblasen, das zum jüdischen Neujahrsfest erklingt. kdh
