Limburg-Weilburg. Sturm "Sabine" hat in seiner zweiten Nacht im Kreis Limburg-Weilburg größere Auswirkungen gehabt als in der ersten. Dabei hatte der Sturm in der Nacht auf Dienstag nicht mehr die Stärke wie am ersten Tag ...

Vom Dach des ICE-Bahnhofs drohten beim Sturm sich Platten zu lösen. Ein Spezialunternehmen beseitigte die Schäden.fotos: klaus-dieter häringBild: Vom Dach des ICE-Bahnhofs drohten beim Sturm sich Platten zu lösen. Ein Spezialunternehmen beseitigte die Schäden.fotos: klaus-dieter häring

LIMBURG-WEILBURG Stundenlang hält kein Zug - Feuerwehr muss in zweiter Nacht häufiger ausrücken

Am zweiten Tag wurden vom Wetterdienst lediglich bis zu 100 Kilometer pro Stunde gemeldet.

Die größten Auswirkungen waren dabei am ICE-Bahnhof von Limburg zu vermelden, wo der Sturm bereits am Montag Teile des Dachs gelockert hatte. Der gesamte Bahnhof wurde daraufhin noch am Montag gesperrt. Die ICEs konnten nur noch durchfahren. Ein Spezialunternehmen sorgte dann gestern für die Behebung der Schäden. Gegen 11 Uhr waren diese beseitigt, so dass der Bahnhof Limburg Süd wieder in Betrieb gehen konnte. Zudem kam es bei Regionalzügen zu Ausfällen und Verspätungen, da im Bereich Gießen/Westerwald nach Tagesanbruch auf mehreren Linien Erkundungsfahrten durchgeführt werden mussten.

Zwei Autos prallen gegen Baum

Der Limburger Polizei wurden in der Nacht auf Dienstag insgesamt zehn Fälle gemeldet, die auf den Sturm zurückzuführen sind. Der schwerwiegendste ereignete sich gegen 6.20 Uhr auf der Kreisstraße 439 zwischen Barig-Selbenhausen und Reichenborn. Nach Angaben der Sprecherin der Limburger Polizei, Claudia Schäfer-Simrock, lag dort ein Baum über der Straße. Diesen bemerkten sowohl ein 25 Jahre alter Mercedes-Fahrer, der in Richtung Barig-Selbenhausen unterwegs war, als auch ein 34 Jahre alter Peugeot-Fahrer, der in Richtung Reichenborn fuhr, zu spät. Beide Fahrer wurden bei den Zusammenstößen so schwer verletzt, dass sie ins Krankenhaus gebracht werden mussten. Beide Autos wurden abgeschleppt.

Bei der Freiwilligen Feuerwehr im Landkreis Limburg-Weilburg war die Einsatzliste länger als in der Nacht auf Montag. Kreisbrandinspektor Georg Hauch berichtete alleine von 60 Meldungen über "Baum auf Straße", die über den gesamten Landkreis verteilt waren. Ein Hauptzentrum hier war nicht auszumachen, da aus sämtlichen Gemeinden Schäden gemeldet wurden. So war etwa die Elzer Feuerwehr innerhalb von vier Stunden bei mehreren größeren Einsätzen in Elz sowie auf der Straße in Richtung Malmeneich gefordert. Dabei wurde auch ein Pkw von einem Baum getroffen. In der Viktoriastraße musste dabei auch die Drehleiter angefordert werden. Da ein Baum umzustürzen drohte, wurde dieser vom Korb aus von oben herab zerkleinert.

Bereits am Montag war es gegen 7.44 Uhr in Teilen von Eisenbach, Haintchen, Münster, Niederselters, Villmar, Weyer und Wolfenhausen durch den Sturm zu einer Unterbrechung in der Stromversorgung gekommen. Wie die Syna erst gestern mitteilte, war ein umgestürzter Baum in einer Freileitung die Ursache. Durch Netzumschaltungen konnte das Team der Syna-Netzleitstelle alle Betroffenen um 14.05 Uhr wieder versorgen. Die Reparatur wurde sofort veranlasst.

Aufgrund des Sturms wurde auch der Westerwald-Steig bis auf weiteres wegen Windbruchgefahr komplett gesperrt. Es sollen aktuell keine Wanderungen oder Spaziergänge durch Waldgebiete durchgeführt werden, da Lebensgefahr bestehe. Schäden im privaten Bereich können über die Wohngebäudeversicherung abgewickelt werden. "Wenn denn der Zusatzbaustein Sturm im Vertrag steht", sagt Versicherungsfachmann Marco Kurz. Dieser werde immer wichtiger, da es immer größere Stürme gebe.Klaus-dieter häring

In der Viktoriastraße in Elz fiel ein umstürzender Baum auf ein dort abgestelltes Auto.fotos: klaus-dieter häringBild: In der Viktoriastraße in Elz fiel ein umstürzender Baum auf ein dort abgestelltes Auto.fotos: klaus-dieter häring

Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei.Hinweis: Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei.

 

 

 


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