WEILMÜNSTER-LAUBUSESCHBACH. Innenminister Roman Poseck (CDU) hat die Freiwillige Feuerwehr Laubuseschbach als „Feuerwehr des Monats“ August 2025 ausgezeichnet ...

Freiwillige Feuerwehr Laubuseschbach wird zum zweiten Mal als „Feuerwehr des Monats“ ausgezeichnet

Von Rebekka Bausch

Die Auszeichnung erhielt die Feuerwehr für eine bemerkenswerte Leistung im Bereich der Organisationsentwicklung. Es ist bereits die zweite Auszeichnung dieser Art für die Wehr. „Wir wurden im April 2016 für unsere innovative Mitgliederwerbung geehrt. Das ist genau 112 Monate her“, wusste Rainer Ostheimer zu berichten.

Als „Feuerwehr des Monats“ werden seit August 2007 vom Hessischen Ministerium des Innern, Sicherheit und Heimatschutz Freiwillige Feuerwehren ausgezeichnet, die neue oder innovative Ideen erfolgreich und in die Tat umgesetzt haben. Ziel ist es, diese Impulse und der geleistete Einsatz anerkennend auszuzeichnen und anderen Feuerwehren als gutes Beispiel zu dienen.

Gelebte Selbstverantwortung, Reflexion und Professionalität

Dieses Mal hatte die Laubuseschbacher Wehr eigenverantwortlich eine Mitgliederbefragung geplant, durchgeführt und statistisch ausgewertet, um Stärken und Entwicklungsfelder innerhalb der Einsatzabteilung zu identifizieren.

„Wir würdigen ein beeindruckendes Beispiel gelebter Selbstverantwortung, Reflexion und Professionalität im Ehrenamt. Die strukturelle Weiterentwicklung der Feuerwehr infolge einer Mitgliederbefragung kommt dem Brandschutz in Laubuseschbach zugute“, betonte Roman Poseck.

Mit großem Engagement wurde eine Mitgliederbefragung durchgeführt, bei der nahezu 2000 Einzelantworten gesammelt wurden. Diese umfangreiche Sammlung biete weit mehr als nur Zahlen – sie gibt Einblicke in die Meinungen, Erfahrungen und Einschätzungen der Einsatzkräfte. Die Anwendung statistischer Methoden und die anschauliche grafische Darstellung der Ergebnisse zeigen den hohen Anspruch der Wehr an ihre eigene Weiterentwicklung. Besonders hervorzuheben sei, dass die gesamte Umfrage, angefangen von der Planung über die Durchführung bis hin zur Auswertung, in Eigenregie der Wehrführung erfolgte. Dies unterstreiche das Potenzial und die Eigeninitiative, die in der Freiwilligen Feuerwehr stecke.

Die daraus abgeleiteten Maßnahmen würden zeigen, dass die Feuerwehr Laubuseschbach nicht nur auf einem soliden Fundament stehen würde, sondern auch bereit sei, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln und sich den Bedürfnissen ihrer Mitglieder zu stellen.

Die Wehrführung um Brandmeister Thomas Kramer und den Vorsitzenden Manfred Lommel, die die Befragung initiierte, leistete damit einen vorbildlichen Beitrag zur Stärkung der Freiwilligen Feuerwehren – und das im besten Sinne modernen Ehrenamts. Nur wer sich hinterfragt und Bewährtes auch infrage stellt, kann sich als Organisation weiterentwickeln. So sei sich die Freiwillige Feuerwehr Laubuseschbach nun noch mehr ihrer Stärken bewusst und habe gezielte Maßnahmen ergriffen, um sich weiterzuentwickeln.

Thomas Kramer, der zweite stellvertretende Wehrführer, berichtete, dass an der anonymen Befragung 33 der 40 aktiven Mitglieder teilgenommen hätten. Die Kameraden führten zunächst eine hypothesen-generierende Pilotbefragung in kleinerer Runde durch, um relevante Themen und mögliche Problemstellungen zu identifizieren.

Auf Basis dieser Vorstudie folgte eine umfassende Mitgliederbefragung mit einem Fragebogen, dessen Auswertung in Detailtiefe erfolgte. Die Mitglieder wurden zur Beteiligung, Hindernisse, Führung, Kommunikation, Gemeinschaft, Zusammenhalt, Mitbestimmung, Engagement, Material, Infrastruktur sowie über Wünsche und Anregungen befragt. Mit mathematisch-statistischen Verfahren wie Mittelwerten, Standardabweichungen, Varianzen und Korrelationen konnten Zusammenhänge sichtbar gemacht werden. Auf dieser fundierten Basis kann sich die Wehr weiterentwickeln und an Schwachstellen ansetzen.

Anerkennungsprämie in Höhe von 1000 Euro

Als Zeichen der Wertschätzung für dieses Engagement erhielten die Brandschützer eine Anerkennungsprämie in Höhe von 1000 Euro. Zur Auszeichnung waren die Einsatzabteilung, die Kinder- und Jugendfeuerwehr sowie passive Mitglieder und Gäste aus den Gemeindegremien erschienen.

Grußworte richteten der ehemalige stellvertretende Wehrführer Rainer Ostheimer, Frederik Stahl, der Kreisbrandinspektor des Landkreises Limburg Weilburg, Bürgermeister Mario Koschel (CDU), Rainer Michaelis als Mitglied der CDU-Fraktion der Gemeinde Weilmünster und Björn Ruck, der stellvertretende Gemeindebrandinspektor der Gemeinde Weilmünster.

Die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Laubuseschbach haben Grund zum Jubeln: Sie sind bereits zum zweiten Mal als „Feuerwehr des Monats" ausgezeichnet worden. Fotos: Rebekka BauschBild: Die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Laubuseschbach haben Grund zum Jubeln: Sie sind bereits zum zweiten Mal als „Feuerwehr des Monats" ausgezeichnet worden. Fotos: Rebekka Bausch

Feierliche Auszeichnung mit Innenminister Roman Poseck (Vierter von links) zur „Feuerwehr des Monats" August 2025: In den vergangenen 16 Jahren sind bereits mehr als 185 Freiwillige Feuerwehren in Hessen damit ausgezeichnet werden. Fotos: Petra SchrammBild: Feierliche Auszeichnung mit Innenminister Roman Poseck (Vierter von links) zur „Feuerwehr des Monats" August 2025: In den vergangenen 16 Jahren sind bereits mehr als 185 Freiwillige Feuerwehren in Hessen damit ausgezeichnet werden. Fotos: Petra Schramm

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