Limburg-Weilburg. Großbrände und schwere Feuerereignisse halten den Landkreis Limburg-Weilburg in Atem ...
Pfannerhof, Rückershausen, Niederweyer, Waldhausen – die Feuerwehren haben richtig viel zu tun
Landwirtschaftliche Betriebe, Wohnhäuser und Gewerbebauten geraten innerhalb kürzester Zeit in Vollbrand; die Feuerwehren rücken im Akkord aus, oft mit großen Einsatzkontingenten, weil Funkenflug und brennbare Materialien die Flammen immer wieder neu entfachen.
Der schwerste Einsatz ereignet sich Mitte September auf dem Pfannerhof in Löhnberg . Zwei große Stall- und Wirtschaftsgebäude brennen vollständig nieder, mehr als 300 Feuerwehrleute kämpfen stundenlang gegen die Flammen. Mehrfach droht die Löschwasserversorgung zusammenzubrechen, Wasser muss über weite Strecken herangeführt werden. Am Ende liegen 800 Heuballen und Maschinen in Trümmern, der Schaden geht in die Millionen. Menschen und Tiere bleiben unverletzt – ein Glück angesichts der massiven Zerstörung.
Nur einen Tag später steht ein Sägewerk in Rückershausen in Flammen. Dichter Rauch liegt über dem Gelände, Holzmengen dienen als idealer Brennstoff. 160 Einsatzkräfte verhindern ein Übergreifen auf Nachbargebäude, doch die Produktionshalle stürzt ein. Ein Millionenschaden ist die Folge; die Mitarbeiter stehen vor einem abrupten Stillstand ihres Betriebs.
Im April brennt ein Anwesen mit Wohnhaus, zwei Wohnungen und einer Scheune in Hadamar-Niederweyer bis auf die Grundmauern nieder. Über 150 Einsatzkräfte kämpfen gegen Hitze, Funkenflug und instabile Gebäudeteile. 15 Bewohner retten sich in letzter Minute. Die Statik ist so schwer beschädigt, dass das Gebäude später abgerissen werden muss. Rund 500.000 Euro Schaden bleiben zurück – und eine tief getroffene Nachbarschaft.
Auch Waldhausen bleibt nicht verschont: Ein Mehrfamilienhaus und eine Scheune stehen komplett in Flammen, Stromleitungen werden beschädigt, Teile des Ortes sind zeitweise ohne Versorgung. Die Einsatzkräfte bleiben bis in die frühen Morgenstunden vor Ort. Die Polizei ermittelt wegen besonders schwerer Brandstiftung, ein technischer Defekt gilt als ausgeschlossen.
Zu den schweren Fällen kommen weitere gefährliche Brände . In Elz stehen nach einem Knall Schuppen und Holzhütten in Vollbrand; Hitze lässt Fensterscheiben springen, Regenrinnen schmelzen. 29 Einsatzkräfte verhindern in letzter Minute Schlimmeres, ein Feuerwehrmann wird leicht verletzt.
In Arfurt gerät ein Dachstuhl in Brand, eine Großfamilie verlässt das Haus fluchtartig; es ist danach unbewohnbar. Und in Ellar brennt eine Werkstatt samt Carport aus, Werkzeuge und Maschinen werden zerstört, der Schaden liegt bei rund 100.000 Euro.
Die Serie von Einsätzen legt strukturelle Herausforderungen offen: enge Ortskerne, alte Bausubstanz, große Mengen brennbaren Materials und teils knappe Löschwasservorräte erschweren die Arbeit der Wehren.
Gleichzeitig zeigen die Einsätze ihre enorme Leistungsfähigkeit: Koordiniertes Vorgehen, schnelle Nachalarmierungen und die enge Zusammenarbeit verschiedener Organisationen verhindern oft Schlimmeres.
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