ELZ. Bei 115 Einsätzen hatdie Elzer Feuerwehr im vergangenen Jahr 13 Menschen das Leben gerettet. Das teilte Wehrführer Hilmar von Schenk in der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr mit. Insgesamt seien 37 Brandeinsätze zu bewältigen gewesen ...
Der Wehrführer zieht Jahresbilanz und weist auf insgesamt 37 Brandeinsätze im vergangenen Jahr hin
Von Klaus-Dieter Häring
Die Bandbreite erstreckte sich vom Brand von Hecken über Fahrzeugbrände bis hin zu Feuer in Wohngebäuden und Gewerbebetrieben. Die meisten Brände konnten zum Glück auf ihren Entstehungsherd begrenzt und somit großer Sachschaden verhindert werden. Mehrere Brandeinsätze waren jedoch nach Angaben des Wehrführers hochdynamisch und erforderten einen massiven Personal- und Technik-Einsatz, um ein Übergreifen auf benachbarte Häuser zu verhindern.
Bei den 78 Hilfeleistungseinsätzen reichte das Spektrum von der Notfall-Türöffnung bis hin zu schweren Verkehrsunfällen mit eingeklemmten Menschen. Ebenso waren auch Einsätze mit Austritt von Gefahrstoffen im Einsatzspektrum. Insgesamt wurden 2.539 Einsatzstunden gezählt. Weitere Stunden wurden für Übungen und Lehrgänge eingesetzt. Hierfür wurden insgesamt 4121 Stunden gezählt. 42 Übungen am Standort wurden von den Ausbildern durchgeführt.
Zweite Fahrzeughalle fertiggestellt
Der Arbeitskreis Brandschutzaufklärung war ebenfalls sehr aktiv, um bei Schulungen in Betrieben, Kindergärten und Schulen auf mögliche Gefahren und das richtige Verhalten aufmerksam zu machen. Neben der neu gegründeten Kinderfeuerwehr, in der aktuell 16 Kinder versammelt sind, hat auch die Jugendfeuerwehr, die derzeit 18 Jungen und Mädchen umfasst, sehr erfolgreich gearbeitet: 2850 Stunden an Jugendarbeit und feuerwehrtechnischer Ausbildung schlugen in diesen Nachwuchsbereichen zu Buche.
Die Gerätewarte, die sich um die Instandhaltung der Fahrzeuge und Ausrüstungen kümmern, haben mit ihren Helfern insgesamt 1316 Arbeitsstunden in ihrer Freizeit geleistet. Insgesamt, so Wehrführer von Schenck in seinem Jahresbericht, haben die Mitglieder der Elzer Einsatzabteilung in ihrer Freizeit ehrenamtlich über 12.150 dokumentierte, unentgeltliche Arbeitsstunden geleistet.
Auch im vergangenen Jahr hat die Gemeinde Elz für die technische Ausrüstung der Feuerwehr viel Geld in die Hand genommen, um ihren Bürgern Brandschutz und Sicherheit auf dem aktuellen Stand der Technik zu erhalten. Die zweite Fahrzeughalle mit fünf Fahrzeug-Stellplätzen und einem Einsatzlager wurde fertiggestellt.
Ebenso wurde eine Brandmeldeanlage eingebaut. Aktuell ist der zweite Bauabschnitt mit der Erweiterung der Herren-Umkleideräume und der Atemschutzwerkstatt in der Umsetzung.
Förderverein zeichnet langjährige Mitglieder aus
Der Förderverein der Feuerwehr hat sich finanziell unter anderem an der verbesserten Sicherheitsausstattung der Aktiven mit einem fünfstelligen Betrag beteiligt. Fördervereinsvorsitzender Heinz Kunz bedankte sich bei den großzügigen Spendern, ebenso wie bei den Besuchern des Wutzkopp-Festivals und des Haus- und Huppfestes, die solche Ausgaben erst ermöglichten.
Gleichzeitig konnte er langjährige Mitglieder auszeichnen: Dieter Geberzahn und Michael Gläser sind seit 25 Jahren Unterstützer des Vereins, Heinrich Kolb, Undine Krämer, Michael Mais sowie Birgit und Manfred Schermuly seit 40 Jahren Fördermitglieder. Heinz Kunz erhielt eine Anerkennungsprämie des Landes Hessen für 50-jährige Aktivitäten für die Feuerwehr, Dieter Geberzahn für 40 Jahre Feuerwehr-Engagement und Dominik Hunsänger für 20 Jahre im Dienst der guten Sache.
Bei den turnusmäßigen Vorstandswahlen des Fördervereins wurde Kassenwart Norbert Eufinger in seinem Amt bestätigt. Ebenso Gunther Heinritz als Gerätewart.
Bild: Der Vorsitzende des Fördervereins der Elzer Feuerwehr, Heinz Kunz (von links), mit den geehrten Mitgliedern Michael Gläser, Manfred und Birgit Schermuly, Undine Krämer, Dieter Geberzahn, Heinrich Kolb, Michael Mais. Foto: Klaus-Dieter Häring
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