Runkel. Für die Hinterbliebenen eines Todesopfers ist eine Spendenaktion ins Leben gerufen worden. Die beiden Schwerverletzten befinden sich weiterhin in einem kritischen Zustand ...
Auf dem Betriebsgelände in Runkel sind drei Personen ums Leben gekommen.
Die Staatsanwaltschaft Limburg intensiviert ihre Ermittlungen zum tragischen Unfall in der Lederfabrik und Pelzgerberei Beuleke in Runkel. Drei Personen sind am Donnerstagnachmittag in einer Grube auf dem Firmengelände ums Leben gekommen. Nun geht es darum, herauszufinden, welche Chemikalien oder welche anderen Stoffe für den Tod von zwei Mitarbeitern und dem Geschäftsführer verantwortlich sind. „Wir haben dafür einen Gutachter beauftragt und die Leichen werden obduziert. Das endgültige Ergebnis unserer Ermittlungen steht allerdings noch aus“, berichtet Oberstaatsanwalt Volker Bützler auf Nachfrage dieser Redaktion.
Derweil teilt die Polizei mit, dass sich die beiden Überlebenden des Unglücks, die ebenfalls regungslos in der Grube gefunden wurden, weiterhin in einem kritischen Zustand befinden. Die Situation habe sich in den zurückliegenden Stunden nicht verändert, heißt es in einem Statement der Pressestelle des Polizeipräsidiums Westhessen. Es bestehe immer noch Lebensgefahr. Die Beamten haben dieser Redaktion darüber hinaus einige Informationen zum Unfallort mitgeteilt. Der Schacht, in der sich die Tragödie ereignete habe, verlaufe unterhalb einer Rasenfläche auf dem Firmengelände. Zugang erhalte man durch das Öffnen von Kanaldeckeln, die sich ebenfalls auf der Wiese des Betriebes befinden.
Bereits 21.000 Euro für Familie aus Steeden gesammelt
Mittlerweile ist außerdem öffentlich geworden, dass sich unter den Todesopfern ein ukrainischer Familienvater aus dem Stadtteil Steeden befindet. Für die Hinterbliebenen des Angestellten der Lederfabrik wurde nun ein Spendenaufruf unter https://www.gofundme.com/f/familie-von-yuri gestartet. Stand Montagnachmittag sind dabei bereits mehr als 21.000 Euro zusammengekommen. Der Mitarbeiter sei nicht nur ein engagierter und fleißiger Mensch, sondern vor allem ein liebevoller Ehemann und fürsorglicher Vater gewesen, heißt es in dem Spendenaufruf. Mit der Aktion möchte man der Familie helfen, die anstehenden Kosten zu bewältigen und ihnen die Möglichkeit geben, sich in Ruhe mit dem Verlust auseinanderzusetzen, ohne zusätzlich von finanziellen Ängsten belastet zu werden.
Bild: Unfall in Runkel - © Sascha Ditscher/dpa
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