LIMBURG-ESCHHOFEN. Für ein Strahlen im Gesicht der Feuerwehrleute von Eschhofen hat am Samstag nicht nur die Sonne gesorgt. Denn am Bürgerhaus gab es gleich drei gute Gründe zu feiern ...
Die Freiwillige Feuerwehr Eschhofen feiert 125 Jahre als gesellschaftlicher Anker / Kinderfeuerwehr gegründet
Von Klaus-Dieter Häring
Im Mittelpunkt stand dabei das 125-jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Eschhofen, aber auch der 50. Geburtstag der Jugendfeuerwehr und die Gründung der Kinderfeuerwehr standen mit auf dem Programm. Entsprechend war auch die Laune bei Wehrführer Detlef Schwickert bestens. Er und seine Mitstreiter konnten sich darüber freuen, dass außer befreundeten Feuerwehren auch viele Eschhöfer den Brandbekämpfern an diesem Tag ihre Ehre erwiesen.
Bei seinen Grußworten musste Detlef Schwickert zunächst eine lange Liste an Ehrengästen vortragen, an deren Spitze Landrat Michael Köberle (CDU) als Schirmherr stand. Dabei waren auch Bürgermeister Marius Hahn (SPD), der CDU-Landtagsabgeordnete Christian Wendel sowie zahlreiche weitere Stadtpolitiker. Von der Feuerwehr hatten der Vorsitzende des Nassauischen Feuerwehrverbandes Thomas Schmidt, Kreisbrandinspektor Frederik Stahl, Kreisjugendfeuerwehrwart Holger Jung sowie weitere Vertreter aus Feuerwehrvorständen und befreundeten Wehren den Weg nach Eschhofen gefunden.
Schirmherr Michael Köberle konnte als Eschhöfer auf eine Vergangenheit in seiner Familie bei der Feuerwehr verweisen. Denn sein Großvater war einst Wehrführer und so sei ihm die Schirmherrschaft eine besondere Ehre. Die Feuerwehr sei „der Kitt der Gesellschaft“ und ist mit ihren 3300 Einsatzkräften im Landkreis Limburg-Weilburg bestens aufgestellt, sagte er.
Ehrungen für das jahrelange Engagement
Nach weiteren Festreden, in deren Anschluss auch Spenden überreicht wurden, übernahm Thomas Schmidt die Aufgabe, verdiente Mitglieder der Feuerwehr zu ehren. Die höchste Auszeichnung ging an Wehrführer Detlef Schwickert, der für sein jahrzehntelanges Engagement für die Feuerwehr das Deutsche Feuerwehr-Ehrenzeichen in Bronze bekam. Die zweithöchste Auszeichnung in Form des Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuzes ging an Holger Jung. Weitere Auszeichnungen kamen vom Nassauischen Feuerwehrverband in Form des Ehrenkreuzes in Silber für Daniel Drywa, Thorsten Eid, Michael Bagrowski und Michael Benack.
Jugendfeuerwehrwart René Janson erinnerte an die Gründung der Nachwuchsabteilung mit damals 22 Jungen vor 50 Jahren. Er verwies auf die vielen Aktivitäten, die alle unter dem Gedanken „füreinander da zu sein und anderen helfen“ stünden. Dann kam der große Augenblick für die neue Kinderjugendfeuerwehr. Hierfür hatte Ulrike Jung-Kloft die Initiative übernommen, nachdem schon 2006 eine solche Initiative „leider nicht mit Leben gefüllt“ worden war. Nun aber kam es zur Umsetzung, nachdem mit Ann-Katrin Führer und Michael Schneider zwei Personen gefunden worden waren, die mit anpacken. Nach einem Schnuppertag waren dann 15 Kinder dabei, um von Beginn an die Zukunft der Einsatzabteilung zu sichern.
Wie wichtig diese Jugendarbeit ist, davon konnte Peter Stauber von der Alters- und Ehrenabteilung berichten. Er war bei der Gründung der Jugendfeuerwehr 1975 dabei und ist wie fünf andere Jugendliche von damals bis zur Einsatzabteilung dabei geblieben. Er hatte nach seinen Worten vorher die Feuerwehr bei einem Einsatz „bei Kasehannese im Loch“ beobachtet. Anschließend stand für ihn fest: „Do gehste hin.“
Unter den vielen Besucherinnen und Besuchern der Feierlichkeiten waren auch viele Kinder unterschiedlichen Alters, die besonders fasziniert waren, als zwei Einsatzfahrzeuge mit Blaulicht und Martinshorn vorfuhren. Drinnen saßen die Kinder der Jugendfeuerwehr und der neuen Kinderfeuerwehr, die mit einer großen Schauübung so manchen Jungen und so manches Mädchen auf die Arbeit der Feuerwehr aufmerksam machten.
DIE HISTORIE DER FEUERWEHR ESCHHOFEN
Landrat Michael Köberle als Schirmherr berichtete auch von der Historie der Freiwilligen Feuerwehr Eschhofen. Hintergrund, hier eine Feuerwehr zu gründen, war ihm zufolge ein Brand 1898 in der Obergasse. Danach wurde die Feuerwehr von einer Gruppe engagierter Bürgerinnen und Bürger gegründet.“ Köberle erwähnte aber auch einen Großbrand 1933 an der Kalteyerschen Mühle nach einem Blitzschlag und erinnerte an die erste Anschaffung nach 1945 – eine Magirus-Pumpe. Die Einsatzabteilung sei aber nur in Eschhofen vorne dabei, wenn es darum gehe, Feuer zu löschen und Leben zu retten. Auch bei Großereignissen halfen die Brandbekämpfer stets mit.
Bild: Noch vor den eigentlichen Feierlichkeiten stellen sich die Mitglieder der Einsatz- und Alters- und Ehrenabteilung zu einem gemeinsamen Bild auf. Fotos: Klaus-Dieter Häring
Bild: Das große Feuerwehrjubiläum in Eschhofen wird auch dazu genutzt, verdiente Aktive auszuzeichnen. Fotos: Klaus-Dieter Häring
Bild: Gemeinsam zeigen die Jugendfeuerwehr und die neue Kinderfeuerwehr den Vielen Besucherinnen und Besuchern eine Übung. Fotos: Klaus-Dieter Häring
Hinweis: Verwendung der Artikel mit freundlicher Genehmigung von mittelhessen.de.