BESELICH-HECKHOLZHAUSEN. Christian Hief ist der neue Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Limburg-Weilburg. Er wurde kürzlich während der Delegiertenversammlung in Arfurt einstimmig gewählt ...
Christian Hief berichtet von seinen ehrenamtlichen Tätigkeiten als Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes
Von Tobias Ketter
Dass der 42-Jährige voraussichtlich der richtige Mann für das verantwortungsvolle Amt ist, wird besonders beim Blick auf sein langjähriges Wirken bei der Feuerwehr in Heckholzhausen deutlich. Er hatte schon etliche Posten in dem Beselicher Ortsteil inne. Erfahrung ist also definitiv vorhanden. Im Gespräch mit dieser Redaktion berichtet Hief nun von seinem Aufstieg im Feuerwehrwesen und warum ihm das Hobby nach wie vor so viel Freude bereitet.
„Ich bin bereits im Alter von zehn Jahren in die Jugendfeuerwehr eingetreten und dort sozusagen groß geworden“, erinnert sich der verheiratete Vater von zwei Kindern, der seit seiner Geburt in Heckholzhausen wohnt. Bereits früh habe er erkannt, dass die Gemeinschaft innerhalb einer Feuerwehr eine ganz besondere sei.
„Seit 2001 gehöre ich zur Einsatzabteilung in meinem Heimatdorf und im Laufe der vergangenen zweieinhalb Jahrzehnte hatte ich hier mehrere Ämter inne“, so Hief weiter. Unter anderem sei er über fünf Jahre hinweg als Gerätewart im Einsatz gewesen. „Von 2009 bis 2012 war ich zudem als Jungendwart in Heckholzhausen und von 2006 bis 2011 als stellvertretender Gemeindejugendfeuerwehrwart tätig“, teilt der Kamerad mit. Darüber hinaus habe er von 2011 bis 2021 den Posten des stellvertretenden Gemeindebrandinspektors übernommen. Und seit 2006 sei er Teil des Katastrophenschutzzuges von Beselich.
Bild: Auf Christian Hief kommen nun viele neue Aufgaben zu
Die Familie spielt eine entscheidende Rolle
Christian Hief setzt sich aber übrigens nicht nur in seiner Freizeit als Feuerwehrmann für die Gesellschaft ein. Auch sein Berufsalltag steht mittlerweile ganz im Zeichen der Hilfe für andere Menschen. Der 42-Jährige, der früher in der chemischen Industrie unter anderem als Ausbildungsleiter aktiv war, arbeitet derzeit im Limburger Amt für öffentliche Ordnung und dort im Bereich der Gefahrenabwehr. „Ich habe also mein Hobby gewissermaßen zum Beruf gemacht“, sagt Hief.
Und wie kam es eigentlich dazu, dass er nun zum Verbandsvorsitzenden gewählt wurde? „Ich bin bereits vor eineinhalb Jahren von Personen aus dem Verband betreffend der Übernahme eines möglichen Vorstandspostens angesprochen worden, weil damals schon klar war, dass Teile des Vorstands nicht für eine Wiederwahl zur Verfügung stehen werden“, so der Feuerwehrmann aus Heckholzhausen. Innerhalb der darauffolgenden Monate und nach Absprache mit seiner Familie sei dann die Entscheidung gereift, diesen Schritt zu gehen.
„Da im Verbandsvorstand stets im Kollektiv zusammengearbeitet wird, war es mir vor der Wahl wichtig, die Akteure kennenzulernen und ein Netzwerk aufzubauen. Das hat gut geklappt“, sagt der 42-Jährige, der sich sehr geehrt fühle, weil er in Arfurt ohne Gegenstimme gewählt wurde. „Eine Rückmeldung, ob ich die Aufgaben des Verbandsvorsitzenden gut erledige, bekomme ich wohl final aber erst bei der kommenden Wahl in fünf Jahren. Die aktuellen vielfachen Rückendeckungen sind nur Vorschusslorbeeren“, merkt der Kamerad außerdem an.
Apropos Aufgaben: Diese sind für den neuen Chef des Kreisfeuerwehrverbandes wahrlich vielseitig. Laut Hief gehe es darum, als Interessenvertreter für sämtliche Einsatzabteilungen zu fungieren. Dabei seien der politische Austausch sowie die politische Einflussnahme, das Erstellen von Normen und die Ausrichtung der Katastrophenschutzziele wichtige Teilaspekte. „Darüber hinaus bieten wir als Verband verschiedene Seminare an, wenn Bedarf erkannt wird“, sagt der Beselicher.
Teamgeist fördern und gemeinsames Ziel verfolgen
Hief bezeichnet sein Wirken im Feuerwehrwesen übrigens als Bürgerpflicht. „Ich habe mir in den zurückliegenden Jahren jede Menge Fachwissen angeeignet, das ich unbedingt weiterhin für die Hilfe für andere Menschen einsetzen möchte“, betont er. Zudem bereite ihm das ehrenamtliche Engagement viel Freude, weil in der Feuerwehr der Teamgeist immer gefördert werde. „Es geht auch kommunenübergreifend um Gemeinschaft und nicht um Rivalität. Wir verfolgen alle ein gemeinsames Ziel. Das macht unser Hobby so besonders“, erzählt der Familienvater. Außerdem sei es toll, immer wieder neue Kameraden über die Ortsgrenzen hinaus kennenzulernen. „Dadurch haben sich schon etliche Freundschaften entwickelt“, sagt Hief.
Abschließend berichtet er dieser Redaktion dann noch, warum die Jugendarbeit innerhalb der Wehren seiner Meinung nach höchste Priorität haben müsse. „Das Feuerwehrwesen kann nur dauerhaft funktionieren, wenn wir den Nachwuchs sensibilisieren“, erklärt der Verbandsvorsitzende. Heranwachsenden solle schon in jungen Jahren kindgerecht erklärt werden, warum die Feuerwehr so wichtig ist. „Wir müssen also früh den Samen säen, um uns weiterzuentwickeln“, ist sich Hief sicher.
Bild: Christian Hief (links) trainiert gemeinsam mit einem Kameraden für den Ernstfall. Fotos: Hief
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