ELZ (). Die Feuerwehr in Elz sei ein Erfolgsmodell, sagt Bürgermeister Matthias Schmidt (CDU), „und darauf sind wir stolz“. Gemeinsam mit den Einsatzkräften aus Malmeneich zählt die Truppe aktuell 74 Feuerwehrmänner und -frauen ...
An- und Umbaumaßnahmen werden im laufenden Betrieb umgesetzt / Fertigstellung ist für den Herbst geplant
Von Anken Bohnhorst
Tendenz steigend. Darauf reagiert die Gemeinde und erweitert das Gebäude am Sandweg und nimmt zudem Umbauarbeiten an der bestehenden Immobilie vor. Rund eine Million Euro kostet die Maßnahme, die im Herbst abgeschlossen sein soll.
In die Feuerwehr investiert habe man bereits in der Vergangenheit, betont der Bürgermeister. Alles, was in die Einsatzkräfte und deren Ausstattung gesteckt werde, komme schließlich den Bürgern der Gemeinde und der Region zugute. So wurde vor einigen Jahren zunächst das erste Gerätehaus mit sechs Fahrzeugboxen, Umkleideräumen und Werkstätten errichtet. Im vergangenen Jahr entstand für rund 1,2 Millionen Euro eine weitere Fahrzeughalle mit fünf Stellplätzen. Die Anzahl sei auf die Anforderungen abgestimmt, sagt Gemeindebrandinspektor Hilmar von Schenck. „Die Elzer Feuerwehr hat Sonderaufgaben, etwa mit der A3, der ICE-Strecke und den Windrädern am Elzer Berg.“ Daher sei der Fuhrpark einschließlich Anhängern und weiterer Module groß; ein Fahrzeug ist von Schenck zufolge in Malmeneich untergebracht.
Neue Räume schaffen, weil’s im Bestand „kuschelig“ ist
Allerdings haben sich nicht nur Standards und Anforderungen weiterentwickelt, sagt der Gemeindebrandinspektor. Auch die Zahl der Einsatzkräfte sei gestiegen. Die anfangs vorhandenen Umkleidekabinen für 45 Einsatzkräfte müsse jetzt für 60 Männer und Frauen ausreichen. Und „das passt nicht mehr“. Das sei mehr als „kuschelig“. Deshalb entschieden Verwaltung, politische Gremien und die Feuerwehr, das Bestandsgebäude umzubauen und zu erweitern, und das im laufenden Betrieb, berichtet der Architekt Werner Blättel. Das vom Hessischen Innenministerium konzipierte Feuerwehrmusterhaus habe für Elz nicht ausgereicht, sagt von Schenck. Der Vorschlag aus Wiesbaden sei eine „tolle Idee“ und die Konstruktion eine hilfreiche Grundlage, allerdings nur für kleinere Einheiten.
Im Gerätehaus auf dem rund 4000 Quadratmeter großen Gelände am Sandweg wurden mithin die Spinde aus den bestehenden Umkleideräumen in den Flur verlagert, der Zugang zur Fahrzeughalle provisorisch verlegt und Werkstätten vorübergehend zusammengeschoben, um neue Räume zu schaffen. Zum Beispiel einen neuen Schwarz-Weiß-Bereich zur Be- und Entkleidung der Einsatzkräfte, erklärt von Schencks Stellvertreter Dominik Hunsänger. Gearbeitet wird während Übungen und Einsätzen, wiederholt auch Bauamtsleiter Torsten Wahler. Und Bürgermeister Schmidt sagt, auch darauf sei die Gemeinde stolz, „dass alle zusammenhalten, auch wenn es schwierig ist“.
Ebenfalls dem Zusammenhalt dient das Angebot von Tele-Arbeitsplätzen für Feuerwehrleute. Auch die sollen erhalten bleiben, denn schließlich wolle man weiterhin zu jeder Zeit einsatzfähig sein und bei Einsätzen keine „Sternfahrten“ veranstalten. Die Feuerwehr Elz ist gut aufgestellt, sagt Hilmar von Schenck. Einen Mangel an Nachwuchskräften habe man nicht zu verzeichnen. Im Gegenteil: Um alle angehenden Einsatzkräfte aus- und weiterbilden zu können, kooperiert die Elzer Wehr mit den Kollegen aus dem rheinland-pfälzischen Wallmerod. Die Ausbildung ist bundesweit einheitlich. Davon profitiere man. „Unsere Wehr agiert vorausschauend“, sagt der Bürgermeister. Und das soll so bleiben.
Bild: Gemeindebrandinspektor Hilmar von Schenck (links), Architekt Werner Blättel und von Schencks Stellvertreter Dominik Hunsänger zeigen, wo der Anbau an den Bestandsbau stößt. Fotos Anken Bohnhorst
Bild: Bürgermeister Matthias Schmidt (CDU) ist stolz auf die Feuerwehr seiner Gemeinde. Fotos Anken Bohnhorst
Bild: Bauamtsleiter Torsten Wahler zeigt die Pläne für die An- und Umbaumaßnahmen am Feuerwehrgerätehaus in Elz. Fotos Anken Bohnhorst
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