WEILMÜNSTER-DIETENHAUSEN. „Es ist vollbracht! Heute feiern wir die offizielle Einweihung unseres Feuerwehrhauses und damit einen Meilenstein in unserer 92-jährigen Wehrgeschichte“ ...
Offizielle Einweihung des Feuerwehrhauses in Dietenhausen / Viel Lob, vor allem für die „großartige Eigenleistung“
Von Margit Bach
Mit diesen Worten hat Konstantin Fink, der Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Dietenhausen, am vergangenen Samstag die vielen Gäste begrüßt, die zur offiziellen Einweihungsfeier des neuen Feuerwehrhauses gekommen waren.
Bei warmen Temperaturen fand auf der Rückseite des Gebäudes eine offizielle Feierstunde statt, bei der sich die Anwesenden teilweise unter Schirmen oder in offenen Räumen im Schatten aufhalten konnten. „Ein historischer Tag für Dietenhausen und den gesamten Marktflecken Weilmünster“, so bezeichnete der Wehrführer den besonderen Anlass.
„Schreckgespenst“ Corona und Krieg in der Ukraine
Gekommen waren neben Bürgermeister Mario Koschel (CDU) und dem Ersten Kreisbeigeordneten Jörg Sauer (SPD) auch Gemeindebrandinspektor Thorsten Pfeiffer und sein Stellvertreter Björn Ruck sowie die beiden Vorgänger Peter Schwarz und Jörg-Peter Scherber. Vom Kreisfeuerwehrverband waren der Vorsitzende Christian Hief sowie Thomas Schmidt anwesend, und vom Architekturbüro waren Oliver und Willi Hamm gekommen. Auch Mitglieder befreundeter Wehren fehlten nicht.
Konstantin Fink berichtete weiter, dass erste Planungen für den Um- und Erweiterungsbau nach der Verabschiedung des Bedarfs- und Entwicklungsplans durch die Gemeindegremien im Jahr 2017 im darauffolgenden Jahr 2018 gestartet seien. Die Einsatzabteilung sei da schon auf fast 30 Aktive angestiegen gewesen und deren Ausbildungsstand sei als „herausragend“ bestätigt worden. Weiterhin hätten sich damals wie heute die Jugend- und Kinderfeuerwehr mit einem soliden und starken Personalstand dargestellt. Zu dieser Zeit sei ebenfalls ein neues Löschfahrzeug vorgesehen gewesen, das aber im vorhandenen Gerätehaus keinen Platz gefunden hätte. Peter Schwarz und Jörg-Peter Scherber seien dann als große Befürworter für einen Erweiterungsbau eingetreten. Auch Bürgermeister Mario Koschel und die Gemeindegremien hätten überzeugt werden können.
Erste Entwürfe wurden vom beauftragten Architekturbüro erstellt – aber Beginn des Jahres 2020 hätte niemand mit dem „Schreckgespenst“ Corona oder dem Krieg in der Ukraine gerechnet, sagte der Wehrführer. Der Spatenstich konnte erst am 12. September 2022 durchgeführt werden. Nach der Errichtung des Rohbaus starteten die Aktiven mit ihren Eigenleistungen. Es seien die Dachdeckerarbeiten gefolgt, der Einbau der sanitären Anlagen sowie die Heizungsanlage. Im Frühjahr 2024 seien dann beide Fahrzeugboxen in Betrieb genommen worden.
Schulungsraum, Küchenzeile und Büro neu gestaltet
Die Außenanlage sei inzwischen neu gestaltet, das komplette Feuerwehrhaus neu verputzt. Es folgten Arbeiten im Altbestand und dann die komplette Neugestaltung des Schulungsraums, der Küchenzeile und des Büros. Das Jubiläum der Kinder- und Jugendfeuerwehr im Mai dieses Jahres habe der Öffentlichkeit bereits ein ziemlich fertiges Anwesen präsentiert. Und von Baubeginn bis zur heutigen Einweihung hätten die Kameradinnen und Kameraden nachweisbare 3800 Stunden ehrenamtlichen Dienst geleistet.
Jörg Sauer überbrachte die Grüße von Landrat Michael Köberle (CDU) und den Kreisgremien, Bürgermeister Mario Koschel dankte den Aktiven für ihre „großartige Eigenleistung“ sowie den anderen Beteiligten für ihre Arbeiten. Bauleiter Stephan Funk schilderte den Ablauf aus seiner Sicht und nahm ein Geschenk des Dankes entgegen. Stellvertretend für das Helferteam bedankte sich Konstantin Fink bei Sven Neitzel und Mirko Hoffmann, die von den Stunden her am meisten geholfen haben.
Bild: Ein Gruppenfoto mit Aktiven und Ehrengästen vor der Rückseite des neuen Feuerwehrhauses. Fotos: Margit Bach
Bild: Ein Dankeschön für Stephan Funk (rechts): Er hatte die Bauleitung übernommen und wird hier mit einem Geschenk bedacht. Und für seine Gattin Conny gibt es Blumen von Wehrführer Konstantin Fink. Fotos: Margit Bach
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