HADAMAR-STEINBACH. Tagtäglich kommen 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach Steinbach, um bei der Firma Motec in der Oberweyerer Straße ihrem Job nachzugehen – eine Firma, die in der Konstruktion und Herstellung von Kamera-Monitor-Systemen inklusive zugehöriger Teile tätig ist ...

Feuerwehren proben den Ernstfall: Bei einer Übung retten sie vermisste Personen aus einem simulierten Brand in der Firma Motec

Von Klaus-Dieter Häring

Normalerweise geht es auf dem Firmengelände eher ruhiger zu, wenn da nicht, wie im vergangenen Jahr, eine Brandmeldeanlage den Einsatz von gleich mehreren Feuerwehren auslöst. „Wir waren froh, dass das damals so gut geklappt hat. Deshalb haben wir uns entschlossen, hier eine Übung durchführen zu lassen“, erklärte einer der Mitarbeiter der Firma Motec.

Dies wurde nun von den Hadamarer Feuerwehren zum Anlass genommen, die jährlich stattfindende Großübung auf diesem Grundstück durchzuführen. Eine Übung, die normalerweise unter der Regie des Stadtbrandinspektors abläuft. Nicht so in diesem Jahr. „Ich wollte das ganze Geschehen mal aus der zweiten Reihe beobachten und so einen ganz anderen Blick darauf bekommen“, sagte Stadtbrandinspektor Matthias Ammann, der an den Steinbacher Wehrführer Sven Hahn übergeben hatte. Dieser hatte dann auch sofort Instruktionen an die Wehren weitergereicht, die den Einsatzort mit Blaulicht und Martinshorn anfuhren.

Fast 50 Einsatzkräfte aus den Feuerwehren Hadamar, Niederhadamar, Oberzeuzheim, Niederzeuzheim, Oberweyer und Steinbach waren hoch motiviert bei dieser Großübung dabei. Gleich drei große Brandherde wurden im vorderen und hinteren Bereich der Firma angenommen. Zum Einsatz kam die Drehleiter, die die ersten Brandbekämpfungen unterstützte. Die Einsatzkräfte erfuhren dann von gleich fünf vermissten Personen, die sich in dem Gefahrenbereich befinden sollten. Sofort wurde die Brandbekämpfung um Menschenrettung erweitert und der Innenbereich der Firma nach den verletzten Personen abgesucht. Unter Atemschutz ging es in die Räume. Nachdem die Personen gefunden worden waren, wurden sie nach draußen gebracht und fiktiv den Rettungsdiensten übergeben, die aber bei der Übung nicht anwesend waren.

Eine Menschenrettung erfolgte dann auch über eine Außenleiter, da im ersten Stock eine Person laut um Hilfe geschrien hatte. Bei der Übung kam auch eine große Drohne zum Einsatz, die eine Beurteilung der Durchführung in den nächsten Tagen erleichtert. „Wir möchten keine Fehler anklagen, sondern im Kreis der Wehrführer die Übung analysieren, erkunden, was man besser machen kann, und dies später den Einsatzkräften übermitteln“, so Matthias Ammann, der den Einsatzkräften seinen Dank aussprach und ein erstes Lob aussprach: „Gut gemacht.“ Und wenn dann auch noch der bestellte, neue Einsatzleitwagen 1 da ist, der in Niederhadamar abgestellt wird, werden Einsätze nach Aussage von Matthias Ammann „noch professioneller durchgeführt“.

Am Ende wurde die Übung im Kreis der Einsatzkräfte in der Mehrzweckhalle noch bei einem Spießbratenbrötchen untereinander besprochen.

Hauptaugenmerke wurden auf Personenrettung sowie Löschen der Flammen gelegt. Foto: Klaus-Dieter HäringBild: Hauptaugenmerke wurden auf Personenrettung sowie Löschen der Flammen gelegt. Foto: Klaus-Dieter Häring

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