

Feuerwehr Elz hatte im vergangenen Jahr viel zu tun
Derzeit leisten 44 Männer und Frauen in der Einsatzabteilung der Elzer Feuerwehr den ehrenamtlichen Dienst. Und sie haben jede Menge zu tun: Bei insgesamt 106 Einsätzen waren sie im vergangenen Jahr gefordert. Diese Bilanz legte Wehrführer Hilmar von Schenck bei der jüngsten Jahresversammlung der Wehr vor. Die Aktiven haben bei Einsätzen, Übungen und im vorbeugenden Brandschutz insgesamt rund 6900 Arbeitsstunden geleistet. Bei den Einsätzen mussten einige Menschen aus lebensbedrohlichen Zwangslagen gerettet und massive Umweltschäden verhindert werden. Für zwei Menschen kam leider jede Hilfe zu spät.
Im Einzelnen waren die Floriansjünger 85 Mal bei technischen Hilfeleistungen, oft in Verbindung mit Verkehrsunfällen, unterwegs, außerdem gab es 21 Brandeinsätze und neun Einsätze auf der Autobahn. Ohne einen schnellen Einsatz der Elzer Wehr wären die Schäden "mit Sicherheit um ein Vielfaches höher gewesen", sagte von Schenk. Wenn die Wehr rechtzeitig genug alarmiert worden sei, hätten die Brände stets auf ihren Entstehungsherd begrenzt werden können. Das zeige, wie wichtig und sinnvoll eine zeitgemäße technische Ausstattung der Wehr sei: "Die Verbindung von moderner Technik mit hoch motivierten und gut ausgebildeten Einsatzkräften hat sich erneut bewährt", sagte von Schenk.
Insgesamt sei die Elzer Feuerwehr mit ihrer technischen Ausrüstung, entsprechend dem umfangreichen örtlichen Gefahrenpotential, hervorragend aufgestellt. Gleiches gelte für den Ausbildungsstand der Einsatzabteilung: Von den Elzer Aktiven wurden im vergangenen Jahr 20 Fortbildungs-Lehrgänge und Seminare auf Kreis- und Landesebene besucht. Zudem werde wöchentlich "Dienstsport" unter Leitung von Andreas Mai angeboten, um die Kondition der Einsatzkräfte zu verbessern, sagte von Schenk.
15 Jugendliche
Erfreuliches hatte auch Jugendwart Christian Stokuca von der Jugendfeuerwehr zu berichten. Neben der feuerwehrtechnischen Ausbildung engagierten sich die Jugendwehr-Mitglieder auch im Dorf und im Umweltschutz. Lobend erwähnte Stokuca die Mitwirkung bei der Aktion "Sauberhaftes Elz", das Kreis-Jugendfeuerwehr-Zeltlager und die Aktion "Florians-Brot". Zehn Jugendliche erreichten im vergangenen Jahr in einem gemischten Team mit der Jugendfeuerwehr Malmeneich die Leistungsspange. Derzeit gehören 15 Jugendliche der Jugendfeuerwehr an, die sich immer montags ab 18 Uhr in der Feuerwache trifft.
Auch die Altersabteilung unter Leitung von Norbert Eufinger hatte einige Aktionen zu verzeichnen. Die Mitglieder dieser Abteilung seien eine wichtige Stütze des Vereins, sagte Walter Schaaf. Wichtig ist auch die Arbeit im Bereich des vorbeugenden Brandschutzes. Die Mitglieder des Arbeitskreises Brandschutzerziehung informierten bei 25 Brandschutzaufklärungs-Veranstaltungen rund 390 Menschen in Kindergärten, Schulen, Seniorenheimen und Elzer Firmen.
Ehrungen
Die Jahreshauptversammlung war auch der Anlass, verdiente Feuerwehrleute auszuzeichnen: Vorsitzender Walter Schaaf ehrte Peter Berneiser, Heiner Egenolf, Thomas Müller und Manfred Schermuly mit der silbernen Vereins-Ehrennadel und einer Ehrenurkunde für 25 Jahre fördernde Mitgliedschaft. Eine besondere Auszeichnung gab es für Gerätewart Heinz Kunz: Er übt dieses Amt bereits seit 30 Jahren aus. Mit Applaus wurde sein Vertreter, Bernhard Schneider, aus dem Amt verabschiedet, der sich bei der Fahrzeugpflege große Verdienste erworben hat. Künftig unterstützen Gunther Heinritz, Dominik Hunsänger und Alexander Kunz den Gerätewart. Einstimmig bestätigte die Versammlung Norbert Arnold als Beisitzer im Vorstand.
Der Erste Beigeordnete Reinhold Schmitt (CDU) dankte den Floriansjüngern für die geleistete Arbeit. Es sei beeindruckend, zu welchen Tages- und Nachtzeiten Einsatzstunden geleistet werden. Schmitt bescheinigte der Feuerwehr zudem Augenmaß und verantwortungsbewusstes Haushalten in Zeiten knapper werdender Finanzmittel. bra (bra)
Artikel vom 28. Februar 2012, 18.51 Uhr (letzte Änderung 29. Februar 2012, 04.34 Uhr)
Hinweis: Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei.