Elz. Erneut kam es auf der B 8 zwischen Elz und Malmeneich zu einem schweren Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang. Am Sonntagmorgen, 08. Juli, fuhr ein 23 jähriger Mann aus dem Westerwaldkreis in Richtung Elz ...23 jähriger stirbt bei Verkehrsunfall auf der B 8 - Sicherheitsgurt hätte erneut Leben retten können
Ausgangs einer 80er-Zone kam das Fahrzeug in einer langgezogenen Linkskurve kurz auf die rechte Bankette. Vermutlich lenkte der Fahrer aufgrund seiner sehr hohen Geschwindigkeit zu stark gegen und verlor die Kontrolle über seinen VW-Golf.
An der Grabenkante der linken Fahrbahnseite wurde das Fahrzeug dann wie von einer Sprungschanze in die Luft katapultiert, krachte nach rund 50 Metern erstmals in einem Getreidefeld zu Boden, hob erneut ab und landete sich überschlagend mit dem Heck nach weiteren 30 Metern erneut auf der Erde. Nach insgesamt rund 100 Metern kam es auf dem Dach zum liegen.
Vermutlich war der junge Fahrer nicht angeschnallt und wurde bei dem zweiten Aufprall aus einer der heckseitigen Scheiben des Fahrzeugs geschleudert. Er wurde von den Einsatzkräften - rund 25 Meter vor seinem Fahrzeug liegend - tödlich verletzt aufgefunden.
Passanten hatten das aus dem Feld ragende Rad und so das im Feld liegende Fahrzeug entdeckt und die Polizei alarmiert. Diese veranlasste um 5:45 Uhr die Alarmierung der Feuerwehr Elz, die mit fünf Einsatzfahrzeugen zur Unfallstelle ausrückte. Beim Eintreffen des ersten Einsatzfahrzeuges der Wehr war noch völlig unklar, ob weitere Personen im Fahrzeug mitgefahren waren und möglicherweise verletzt unter dem Fahrzeug oder im Feld liegen. Daher wurde sofort die Drehleiter zur Einsatzstelle nachgefordert, damit das Feld aus dem Korb - auch mit der Wärmebildkamera - abgesucht werden konnte. Parallel dazu wurde das Unfallfahrzeug mit hydraulischem Rettungsgerät sowie Hebekissen angehoben. Glücklicherweise wurden keine weiteren verletzten Personen bei dieser Aktion gefunden, so dass von einem Alleinunfall auszugehen ist.
Tragisch ist, dass dies der zweite tödliche Unfall in der Elzer Gemarkung innerhalb nur eines halben Jahres ist, bei dem die tödlichen Verletzungen durch das Anlegen des Sicherheitsgurtes hätten verhindert werden können.