WEINBACH. „Was ist denn passiert?“ Das haben sich am Samstag so manche Einwohner Weinbachs und der Ortsteile gefragt, denn es kam vor, dass mehrfach und über 24 Stunden verteilt seitens der Feuerwehr Alarme ausgelöst wurden ...
Berufsfeuerwehrtag in Weinbach: Rund 40 Mädchen und Jungen zeigen 24 Stunden lang ihr Können
Von Margit Bach
„Heute ist unser Berufsfeuerwehrtag“, schilderte Gemeindejugendwart Holger Erbe, denn er war wesentlich in den Ablauf der 24 Stunden andauernden Großübung der Jugendwehren der Großgemeinde eingebunden. Rund 40 Mädchen und Jungen im Alter von zehn bis 17 Jahren aus Elkerhausen/Blessenbach, Weinbach, Edelsberg und Gräveneck zeigten von Samstag, 8 Uhr, bis Sonntag, 8 Uhr, in verschiedensten Übungseinsätzen ihr Können.
Hochachtung auch hier vor der Feuerwehr: Nicht nur, dass sie sieben Tage in der Woche und 24 Stunden am Tag für „Retten, Löschen, Bergen“ sowie Aus- und Fortbildungen zuständig ist und das Leben der ehrenamtlich tätigen Frauen und Männer wesentlich bestimmt. Sie kümmert sich auch um die Ausbildung des Nachwuchses, um die Rettung bei Unfällen, Katastrophen, Bränden, Überschwemmungen und anderem mehr in den einzelnen Ortsteilen.
Suche nach vermisster Person an Kubacher Kristallhöhle
Am Samstag nun wurde um 14 Uhr in den beteiligten Orten durch die Einsatzleitung, zu der auch Kevin Schwarz, David Möcks und Luca Erbe sowie an den technischen Geräten Max Biermas und Robin Bußweiler gehörten, ein Alarm ausgelöst, der die Jugendlichen zur Wiese unterhalb des Kindergartens und der Schule rief. Dort wurde eine Großübung „Brennende Wiese“ durchgeführt, bei der zum Glück an diesem Tag in Wirklichkeit nichts passierte. Außer dass sie von den Mädchen und Jungen betreten und vom Wasser aus den Schläuchen benutzt wurde. „Für Übungszwecke dürfen wir Wasser nutzen, worauf dabei geachtet wird, so wenig als möglich zu verbrauchen“, verrät Holger Erbe. So lasse sich die Durchflussmenge des Wassers durch das Strahlrohr durch Zurückschrauben der Strahlrohröffnung reduzieren.
Insgesamt acht Fahrzeuge, darunter auch Mannschaftstransporter, waren an diesem Tag unterwegs. Um 9.30 Uhr galt es, eine „Tierrettung“ in der Weinbacher Fischzuchtanlage vorzunehmen: Die Gummi-Ente konnte unverletzt geborgen werden. Um 10 Uhr „brannte“ in Elkerhausen auf dem Berger-Hof eine Mülltonne. Sie wurde gelöscht. Fast gleichzeitig war der Blessenbacher Nachwuchs mit dem Löschen eines Hochsitzbrandes im Ort beschäftigt. In Edelsberg war ein Auto auf dem Friedhofsparkplatz in Brand geraten, das konnte bis zum Mittagessen gerade so erledigt werden. Und um 14 Uhr wurden alle Ortsteile gleichzeitig alarmiert und zur Großübung zur bereits erwähnten Wiese bei der Schule gerufen. Weitere Ursachen für Einsätze waren ein Rasenmäherunfall, eine Schachtrettung und eine Personenrettung in Weinbach, und in Edelsberg die Rettung einer unter einem Auto eingeklemmten Person am Dorfgemeinschaftshaus und mitten in der Nacht sogar die Suche nach einer vermissten Person an der Kubacher Kristallhöhle. Auch in Elkerhausen und Blessenbach gab es Nachteinsätze, beispielsweise ebenfalls die Suche nach einer vermissten Person.
In den Gerätehäusern wird übernachtet
Übernachtet wurde in den jeweiligen Gerätehäusern, und es gab auch viel Spannendes zum Lernen und Neues zum Einüben. Denn endlich hatten alle zusammen einmal mehr Zeit als normalerweise in den wöchentlichen Übungsstunden.
„Es waren aufregende Erlebnisse für die Mächen und Jungen, aber auch für die Verantwortlichen und Betreuungspersonen stellten die 24 Stunden eine große Leistung dar“, so das Fazit von Holger Erbe.
Bild: Hier wird das angenommene Feuer, eine „brennende Wiese", gelöscht. Fotos: Margit Bach
Bild: Drei Jugendfeuerwehrmitglieder legen eine Löschwasserversorgungsleitung. Fotos: Margit Bach
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