Limburg‑Weilburg. Der Landkreis Limburg‑Weilburg testet seit heute eine hochmoderne Einsatzdrohne ...
Die Drohne startet automatisch vom Turm des Gefahrenabwehrzentrums (GAZ) in Limburg, sobald eine Feuerwehr alarmiert wird.
Vorgestellt wurde das System heute von Landrat Michael Köberle, dem Ersten Kreisbeigeordneten Jörg Sauer, Kreisbrandinspektor Frederik Stahl und Thomas Schmidt, dem Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes Limburg‑Weilburg. Von der Leistungsfährigkeit überzeugen konnten sich auch Kreisbrandmeister Jan Müller und Stephan Steger von der Kreisverwaltung.
Kreisbrandinspektor Frederik Stahl erklärte „Mit dem System sollen die Leitstelle und die Einsatzkräfte frühzeitig Lageinformationen erhalten und kleinere Entstehungsbrände bereits vor Eintreffen der Feuerwehr eingedämmt werden. Zudem kann das Leitstellenpersonal durch die Bildübertragungeine erste Lageerkundung vornehmen und ggf. weitere Kräfte alarmieren.“
„Gerade bei brennenden Mülleimern oder kleinen Vegetationsbränden können mit der Drohne wertvolle Minuten gewonnen werden. Der neue Schaumzusatz ermöglicht es, mit wenigen Millilitern bereits eine deutliche Löschwirkung zu erzielen“, ergänzte Thomas Schmidt:
Landrat Michael Köberle zeigt sich überzeugt: „Der Landkreis Limburg‑Weilburg unterstützt dieses in Hessen wohl einzigartige Pilotprojekt. Ich bin sicher, dass es enorme Vorteile für den Brandschutz bringen wird. Wenn sich die Drohne bewährt, werden wir dies auch auf andere Rettungseinsätze ausweiten.“
Die ersten Tests verliefen erfolgreich: Ein brennender Mülleimer konnte in nur 14 Sekunden gelöscht werden.
Weitere Testflüge sind für die kommenden Wochen geplant.
Die Feuerwehren aus dem Landkreis können sich bis zum 03.04.2026 per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! für die Teilnahme an einem Test bewerben.
Technische Daten der Löschdrohne „AeroFire LW1“
| Startpunkt | Autonom vom Turm des GAZ Limburg |
| Flug | Autonomer Flug zur gemeldeten Einsatzstelle |
| Lageerkennung | KI gestützt, weitestgehend automatisch |
| Reichweite | 50 km Einsatzradius |
| Flugdauer | bis zu 45 Minuten |
| Kamerasystem | 4K Livebild, Wärmebild, KI Lageerkennung |
| Löschsystem | 1,0 Liter Löschmitteltank mit einem neuen, hocheffizienten Schaumzusatz, der im Wasser gebunden ist und eine maximale Löschwirkung bei minimaler Menge ermöglicht |
| Löschleistung | Kleinbrände bis 1 m², Mülleimer in 14 Sekunden |
| Kommunikation | Direktlink zur Leitstelle in Limburg |
| Besonderheit | Erstes Pilotprojekt dieser Art in Hessen |
Bild v.l.n.r.: Erster Kreisbeigeordneter Jörg Sauer, Jan Müller, Stephan Steger, Frederik Stahl, Thomas Schmidt und Landrat Michael Köberle freuen sich über die neue Drohne
Bild: Die neue Löschdrohne beim einem Test zum Löschen eines Mülleimers
