WEILBURG-BERMBACH. „TSF-W wir sind am Start, Retten, Löschen, Bergen auf unsere Art! Wasser im Tank und Blaulicht an, wir zeigen euch heute, was unser Auto kann!“...

Das Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wasser soll eine zukunftsorientierte Investition in die Sicherheit der Menschen sein

Von Margit Bach

Mit einem originellen Rap des Bermbacher Feuerwehrnachwuchses ist das neue Fahrzeug TSF-W, ein Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wasser, offiziell in den Dienst gestellt worden.

Gekommen zu diesem besonderen Anlass waren Bürgermeister Johannes Hanisch (CDU), Magistratsmitglieder, Stadtbrandinspektor Christian Gros, von der Brandschutzaufsicht Jan Müller, Vertreter befreundeter Feuerwehren, die Bermbacher Aktiven, zu denen auch Ortsvorsteherin Annika Bink gehört, und natürlich auch Jugendfeuerwehrwart Tobias Stein und Kinderfeuerwehrwartin Maike Stein sowie etliche Bermbacher Bürger.

Plötzlich steigt aus der Fahrzeughalle Rauch auf und hüllt das Geschehen auf dem Platz in Nebel. Dann geht das Tor auf, das neue Fahrzeug erscheint sauber glänzend im Bild und die Mädchen und Jungen zeigen ihren Begrüßungs-Rap. Danach spricht Wehrführer Björn Dick: „Die Beschaffung eines modernen Feuerwehrfahrzeugs ist in der heutigen Zeit ein hochkomplexes Großprojekt“, sagte er. Die Planung und Beantragung dauerte drei Jahre.

30 Jahre hatte das alte Fahrzeug auf dem Buckel, als ab Juli 2023 an einer Ersatzbeschaffung gearbeitet wurde. Ein positiver Bescheid erfolgte 2024, dann konnte die europaweite Ausschreibung veröffentlicht werden. Der Auftrag für den Aufbau wurde an die Firma BTG in Görlitz vergeben.

Die Verantwortung der Projektgruppe war hoch, denn das Bermbacher Fahrzeug wurde als Prototyp für insgesamt drei baugleiche Fahrzeuge der Stadt Weilburg konzipiert. Am 8. Mai 2026 wurde das neue Fahrzeug in Görlitz abgeholt, in den letzten Wochen erfolgte dann die intensive Schulung daran sowie an der neuen Rosenbauer-Tragkraftspritze.

Wehrführer Björn Dick sprach dem Land Hessen seinen Dank aus und insbesondere auch der Stadt Weilburg mit dem Bürgermeister als obersten Dienstherrn an der Spitze. Zudem galt der Dank dem Magistrat und der Stadtverordnetenversammlung für die Entscheidung sowie der Projektgruppe und allen Kameradinnen und Kameraden für die geleistete Arbeit. Das Fahrzeug sei eine zukunftsorientierte Investition in die Sicherheit der Menschen.

Schutzengel soll die Aktiven bei Einsätzen beschützen

„Zwischen uns passt kein Blatt Papier“, sagte Bürgermeister Johannes Hanisch und hob die enge und vertraute Zusammenarbeit mit Stadtbrandinspektor Christian Gros, den Feuerwehren und den politischen Gremien Weilburgs hervor. Die anderen drei, für die Zukunft geplanten neuen Ersatzfahrzeuge, sollen für Kirschhofen, Hirschhausen und Weilburg angeschafft werden. Daran wird noch gearbeitet. Denn „für die heutigen Anforderungen müssen unsere Einsatzkräfte bestmöglich ausgestattet sein“, so das Stadtoberhaupt. Die technische Ausstattung wurde verbessert, eine neue Beladung und zusätzliche Einsatzmittel bieten bei Brandeinsätzen bessere Möglichkeiten und schaffen mehr Sicherheit und Effizienz für die Einsatzkräfte. Auch führt das Fahrzeug 1000 Liter Löschwasser mit sich. Insgesamt hat es bisher 154.000 Euro gekostet. Das Fahrgestell stammt von „Iveco“, den Aufbau hat die Firma Brandschutztechnik Görlitz (BTG) ausgeführt.

Nach dem offiziellen Teil hatte noch einmal der Nachwuchs einen Auftritt: Weil kein Pfarrer da war, segneten die Mädchen und Jungen das Auto mit dem Einsatzschlauch selbst und übergaben dem Wehrführer einen Schutzengel, der immer dabei sein soll, wenn die Aktiven zum Einsatz ausrücken.

Ein Gruppenfoto mit dem neuen Wasser führenden Tragkraftspritzenfahrzeug. Foto: Margit BachBild: Ein Gruppenfoto mit dem neuen Wasser führenden Tragkraftspritzenfahrzeug. Foto: Margit Bach

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