HADAMAR. Gibt es Alternativen zu jenem Grundstück am Hadamarer Stock, das bislang für die neue Feuerwache vorgesehen ist? Diese Frage hatte die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen in die letzte Stadtverordnetenversammlung vor der Sommerpause eingespeist ...
Verwaltung sollte andere Grundstücke prüfen / Bauausschuss diskutiert über die Ergebnisse
Von Anken Bohnhorst
Die Verwaltung solle „alle Grundstückseigentümer kontaktieren, deren Grundstücke für eine Entwicklung als Feuerwache Hadamar-Mitte infrage kommen könnten. Dabei sind die etwaige Verkaufsbereitschaft und die Konditionen dafür zu erfragen.“ Die Ergebnisse der Verwaltung sollen am Dienstag, 18. August, in der Sitzung des Bauausschusses beraten werden.
Hintergrund sind die monatelangen Überlegungen zum Bau einer neuen Feuerwache Hadamar Mitte. Die ist notwendig, weil die bestehenden Gerätehäuser in der Kernstadt sowie in Niederzeuzheim nicht mehr den Anforderungen des technischen Prüfdienstes genügen. Die Verwaltung hatte daher erwogen, die Feuerwehren aller Stadtteile zusammenzulegen und dafür einen Neubau am Hadamarer Stock zu errichten. Dagegen wehrten sich jedoch die Einsatzkräfte und Feuerwehrvereine aus Steinbach, Oberzeuzheim und Oberweyer. Sie pochen auf die Zusage von Bürgermeister Michael Ruoff (CDU), nicht zum Umzug gezwungen zu werden.
Neben dem Standort sorgen auch die Kosten für Diskussionen. Nach aktuellem Stand soll das Projekt rund 32 Millionen Euro kosten, wogegen sich vor allem bei der FWG Widerstand regte. Zuletzt hatte die FWG eine „erneute unabhängige Prüfung zur Errichtung einer Zentralen Feuerwache auf dem Hadamarer Stock“ gefordert. Zusätzlich solle eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung erarbeitet werden, „die insbesondere die Auswirkungen auf die kommunale Verschuldung“ ermittle. Diese Forderung lehnten die Parlamentarier allerdings ebenso mehrheitlich ab wie den Antrag der CDU, die ursprünglichen Planungen fortzusetzen. Diese auszusetzen war in der Stadtverordnetenversammlung im April beschlossen worden. Jetzt geht es also erneut um die Standortfrage.
Die Sitzung des Bauausschusses am Dienstag, 18. August, findet in der Stadthalle statt; die Sitzung ist öffentlich und beginnt um 19 Uhr.
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