HADAMAR. Innenminister übergibt einen Förderbescheid für das neue Feuerwehrhaus Hadamar-Mitte. Für das 30-Millionen-Projekt ist das allenfalls ein Tropfen auf den heißen Stein ...
Von Klaus-Dieter Häring
Ein weiterer, wichtiger Schritt in Richtung gemeinsames Feuerwehrhaus der Feuerwehren Hadamar und Niederzeuzheim wurde am Feuerwehrgerätehaus in Hadamar am Sonntagmorgen vollzogen. Innenminister Roman Poseck (CDU) fand sich am Feuerwehrgerätehaus ein, um einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 626.395 Euro zu übergeben. Damit sei das Projekt nach den Worten von Bürgermeister Michael Ruoff (CDU) weiter vorangetrieben worden, nachdem zuletzt das Stadtparlament nach einem erneuten Beratungsgang die Standortfrage geklärt habe „und damit die Perspektive für eine Neuausrichtung“. Michael Ruoff betonte, dies kein Feuerwehrhaus gegen den Willen der Stadtteilwehren, „sondern es wird auf Freiwilligkeit gesetzt“.
Ein Knackpunkt sind Ruoff zufolge aber die hohen Kosten. So habe man im Vorfeld mit einem Betrag von 20 Millionen Euro gerechnet. „Jetzt sind es über 30 Millionen, ein Schlag ins Kontor und eine ganz andere Dimension.“ Daher sind die Fördergelder im Vergleich zu den über 30 Millionen kein großer Anteil.
Der Betrag ist überschaubar, räumt der Innenminister ein
Gleichzeitig ging eine Botschaft in Richtung der Hessischen Regierung, diese Förderung noch einmal zu überdenken, da die Feuerwehren in Hadamar unter anderem für die Sicherheit des Maßregelvollzugs zuständig sei und daher unter besonderen Bedingungen arbeiten müssten. Für Innenminister Roman Poseck sind die über 626.000 Euro „auf der einen Seite viel Geld“. Man müsse aber vonseiten der Regierung das Geld im Lande gerecht verteilen. So sei er allein an diesem Sonntagmorgen bei vier verschiedenen Feuerwehren in Hessen unterwegs gewesen, um Zuwendungsbescheide zu übergeben, die nur für Feuerwehrhäuser gedacht sind. Insgesamt sind es nach den Worten von Roman Poseck 50 Feuerwehrhäuser und 150 Fahrzeuge, die in diesem Jahr von der Regierung gefördert werden. Dennoch räumt er ein, dass dieser Betrag ein überschaubarer Betrag sei.
Auch der Minister sieht die Aufgaben der Feuerwehren immer mehr verteilt, gehörte doch das Gasunglück in Niederzeuzheim zu einem seiner ersten Termine in Hadamar. Man habe mit diesem Zuwendungsbescheid ein weiteres Kapitel für die 170 Einsatzkräfte in Hadamar eröffnet, und „dies ist gut für die Zukunft der Feuerwehren“. Auch Landtagsabgeordneter Christian Wendel (CDU) sieht das neue Feuerwehrhaus in Hadamar als eine Kraftanstrengung „nicht nur für die Stadt, sondern auch für den Haushalt“. Stadtbrandinspektor Mathias Ammann sandte noch einen Dank in Richtung von Jürgen Horn von der Feuerwehr, „der diesen Plan auf den Weg gebracht hat“.
Die Stadt Hadamar errichtet für die Freiwilligen Feuerwehren Hadamar und Niederzeuzheim ein gemeinsames Feuerwehrhaus am Standort Hadamar-Mitte, dem Hadamarer Stock. Gefördert werden sechs Stellplätze, ein Schulungsraum, Verwaltungsbereiche, eine Küche, ein Jugendfeuerwehrraum, Umkleidebereiche, Lagerbereiche, Werkstattbereiche, Sanitärbereiche, eine Notstromversorgung, ein Feuerwehrturm, ein Informations- und Kommunikationsraum, ein Führungsraum sowie ein Sportraum. Wurde der Zuwendungsbescheid am jetzigen Feuerwehrgerätehaus übergeben, ist die Zukunft dieses Standortes offen, lässt aber damit auch Wünsche offen. So kann sich Bürgermeister Michael Ruoff an dieser Stelle einen barrierefreien Sitzungssaal vorstellen „und auch ein neues Bürgerbüro“ mit weiteren Abstellmöglichkeiten für das Rathaus. Auch wurden schon Gespräche mit der Vorsitzenden vom Hadamarer Musikverein geführt, um hier ein Vereinsheim mit Probenraum im oberen Bereich einzurichten. „Platz ist genug da.“
Bild: Bürgermeister Michael Ruoff nahm aus der Hand von Innenminister Roman Poseck (vierter und fünfter von links) den Zuwendungsbescheid im Kreis von weiteren Ehrengästen entgegen. Foto: Klaus-Dieter Häring
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