Wiesbaden/Hessen. in Lkw tschechischer Herkunft nähert sich auf der A 5 bei Neu-Isenburg einer Unfallstelle, vor der sich schon zahlreiche Fahrzeuge stauen. Plötzlich meldet sich eine etwas schrill klingende weibliche Stimme aus dem CB-Funkgerät, das in der Fahrerkabine liegt ...

Autobahnen - Hessische Feuerwehren testen Technik in Pilotprojekt – Sicherheitsgewinn erwartet

VON KLAUS SPÄNE

„Achtung! Es folgen Einsatzfahrzeuge, bilden Sie eine Rettungsgasse!“, lautet die Botschaft in tschechischer Sprache. Der Lkw-Fahrer kann daraufhin rechtzeitig zur Seite fahren.

Das Szenario ist zwar fiktiv, könnte sich aber demnächst in der Realität abspielen. Grund dafür ist ein landesweites Pilotprojekt, bei dem fünf hessische Feuerwehren, die besonders häufig Einsätze auf Autobahnen haben, mit CB-Funkgeräten ausgestattet werden. Den Startschuss dazu gab gestern Innenminister Peter Beuth (CDU), der den Rettungskräften aus Bad Hersfeld, Kirchheim, Limburg, Seligenstadt und Neu-Isenburg die Geräte im Wert von insgesamt 26 263 Euro überreichte.

„Achtung! Gefahrenstelle!“

Mit dem Equipment, das künftig an Bord der jeweiligen Einsatzfahrzeuge mitgeführt werden soll, sind simultane Durchsagen in acht verschiedenen Landessprachen möglich. Die Bandbreite reicht von Ungarisch über Deutsch, Russisch bis zu Rumänisch und Polnisch. Neben der oben genannten Botschaft gibt es die Ansagen „Achtung! Gefahrenstelle!“, die an die Einsatzstelle gesendet werden kann. Dadurch soll verhindert werden, dass es an einer abgesicherten Einsatzstelle zu einer Kollision mit den Einsatzfahrzeugen kommt.

Warum aber der Rückgriff auf CB-Funk im digitalen Zeitalter? Zwischen 70 und 80 Prozent der Lkw, die auf deutschen Autobahnen unterwegs sind, sind mit der Technik ausgestattet. Dabei haben sich bestimmte Kanäle für die einzelnen Landessprachen etabliert, in denen sich die Brummifahrer ständig über die verschiedensten Themen rund um den Straßenverkehr austauschen. Die Reichweite des Kommunikationsmittels reicht dabei rund 1000 Meter – genug Zeit für eine Reaktion bei den Fahrzeugführern, sagt Thomas Kutschker vom Innenministerium.

„Die Funkwarnungen bedeuten einen erheblichen Sicherheitsgewinn für die Einsatzkräfte und alle Verkehrsteilnehmer“, lobte Beuth die Technik. Diese sei die nächste Etappe in der Kampagne Rettungsgasse des Innenministeriums. Beuth verwies darauf, dass durch den Wechsel auf die mittlere Fahrspur bei stockendem Verkehr häufig die beiden rechten Fahrspuren mit einem Lkw belegt würden. Dadurch würde die nötige Durchfahrtsbreite in der Rettungsgasse erschwert.

„Das wird sich bewähren“

Ob sich in Zukunft durch die CB-Warndurchsagen etwas ändert, muss sich in der Praxis zeigen. Auf ein Jahr ist das Pilotprojekt angesetzt. In dieser Zeit können die beteiligten Feuerwehrleute ihre täglichen Erfahrungen über eine eigens geschaltete Webseite schildern. Danach gibt es eine Evaluierung, nach der dann entschieden wird, ob der CB-Funk flächendeckend bei den Autobahnfeuerwehren in Hessen eingeführt wird.

Die Chancen dafür stehen aber bereits jetzt gut. Dafür spricht, dass die Straßenbehörde Hessen Mobil bereits seit einiger Zeit einen sogenannten Verkehrssicherungsanhänger, der am Anfang einer Baustelle zum Einsatz kommt, mit einem ähnlichen System ausgestattet hat.

„Ich glaube, das wird sich bewähren“, zeigte sich der Innenminister schon jetzt überzeugt von der Wirksamkeit der Innovation.

Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei.Hinweis: Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei.

 

 

 


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