Waldbrunn. Mit einer feierlichen Einweihung hat die Gemeinde Waldbrunn ihr neues Feuerwehrauto jetzt offiziell übernommen. Das Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20 gehörte zuvor acht Jahre zum Fuhrpark der Landesfeuerwehrschule in Kassel ...

Freuen sich über das neue gebrauchte Feuerwehrfahrzeug für Waldbrunn: Pfarrer Markus Bendel, Peter Krahl (SPD), Markus Daum (Gemeindebrandinspektor), Bürgermeister Peter Blum, Gemeindevorstand Wolfgang Hoffmann, Georg Hauch (Kreisbrandinspektor) und Dennis Breithecker (Wehrführer Ellar) - Foto: Anken BohnhorstBild: Freuen sich über das neue gebrauchte Feuerwehrfahrzeug für Waldbrunn: Pfarrer Markus Bendel, Peter Krahl (SPD), Markus Daum (Gemeindebrandinspektor), Bürgermeister Peter Blum, Gemeindevorstand Wolfgang Hoffmann, Georg Hauch (Kreisbrandinspektor) und Dennis Breithecker (Wehrführer Ellar) - Foto: Anken Bohnhorst

VON ANKEN BOHNHORST

Feierliche Einweihung des Feuerwehrfahrzeugs: Technische Verbesserung und Motivationsschub für die Einsatzkräfte

Knapp 30 Jahre wurde der Alte gehegt und gepflegt. Trotzdem ist seine Zeit jetzt abgelaufen. Er sei "nicht mehr funktional", erklärte Bürgermeister Peter Blum (parteilos) das endgültige Aus für den Wagen. Die Rede ist von dem 1990 angeschafften Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) der Feuerwehr Waldbrunn, das verglichen mit seinem Nachfolgesystem tatsächlich wie eine Miniaturausgabe eines Löschfahrzeugs wirkt. Das neue Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF 20) nimmt sich dagegen wie ein Alleskönner aus: Der Löschwassertank umfasst 1600 Liter, 2000 Liter Wasser können pro Minute gepumpt werden. Mit dem vorherigen TSF konnten lediglich 500 Liter transportiert werden. An Bord des neuen Neunsitzers sind unter anderem ein Sprungpolster sowie technisches Rettungsgerät für Unfälle.

Startprobleme

Neu ist der HLF 20 allerdings nur für Waldbrunn. Tatsächlich handelt es sich bei dem Fahrzeug um einen Gebrauchten von der Feuerwehrschule Kassel. Für dieses acht Jahre alte Modell hatte sich die Gemeindevertretung im Frühjahr 2018 entschieden, nach einer "langen Entscheidungsfindung", wie Dennis Breithecker von der Feuerwehr Ellar erinnerte. Es sei "ein Glücksfall", ein Fahrzeug "mit einer solchen Ausstattung für einen solchen Preis zu bekommen", hatte SPD-Fraktionsvorsitzender Peter Krahl damals gesagt. Mit rund 170 000 Euro kostete das Feuerwehrauto etwa 100 000 Euro weniger als ein neues Fahrzeug. Bei der Überführung Anfang dieses Jahres von Kassel in den Westerwald traten dann jedoch Probleme mit dem Bordcomputer auf, berichtete Breithecker. Das HLF musste in die Werkstatt; Wochen verstrichen, denn auch das Funksystem musste noch installiert werden. Erst Ende April war das Fahrzeug einsatzbereit.

Um die Vergangenheit des Feuerwehrfahrzeugs sollte es bei dessen Einweihung indes nicht gehen, waren sich die Festgäste einig. Pfarrer Markus Bendel sagte, "wir segnen heute kein Blech, sondern die Feuerwehr und die Einsatzkräfte". Bürgermeister Peter Blum betonte, mit diesem Fahrzeug verbessere die Feuerwehr nicht nur die eigene Ausrüstung. Vielmehr werde die Sicherheit aller Waldbrunner Wehren und der gesamten Bevölkerung verbessert. Das sei Grund zur Freude, sagte Blum, und zum Dank, dafür dass die Einsatzkräfte "rund um die Uhr bereit sind". Welche Anforderungen und Belastungen dadurch für die Feuerwehrleute und ihre Familien entstünden, "das können sich die wenigsten vorstellen". Allen Strapazen zum Trotz wünsche er den Wehrleuten, dass "die Arbeit auch Spaß macht."

Das bekräftigten auch die befreundeten Feuerwehrkameraden aus dem schleswig-holsteinischen Oststeinbek, die Kollegen der Freiwilligen Feuerwehr Steinbach, der Ehrenvorsitzende der Feuerwehr Waldbrunn, Eduard Jost, Alois Heun von der Notfallseelsorge und der Gemeindebrandinspektor Markus Daum. Er wies darauf hin, dass das neue Fahrzeug mehr technische Möglichkeiten bietet, aber auch für eine Motivationsschub bei den Einsatzkräften sorgen wird.

Für deren Engagement bedankten sich denn auch der Bundestagsabgeordnete Klaus-Peter Willsch (CDU), der in diesem Zusammenhang auf die Bedeutung des Ehrenamts hinwies, und der Kreisbrandinspektor Georg Hauch. Allein im vergangenen Jahr habe es im Kreis Limburg-Weilburg 2900 Einsätze gegeben; im gleichen Zeitraum fielen rund 330 000 Stunden ehrenamtlicher Dienst an, bilanzierte er. Das sei bemerkenswert und müsse gewürdigt werden.

Für den Waldbrunner Ortsteil Ellar, dem künftigen Standort des neuen Fahrzeugs, brachte Ortsvorsteher Stefan Simon ein spontanes Grußwort hervor. Es gehe ihm ähnlich wie der Feuerwehr: "Von niemandem begehrt, aber immer zum Einsatz bereit", rief er vergnügt in die Runde der Festgäste.

Aber nicht nur das HLF 20 wurde an diesem Tag gewürdigt. Thomas Schmidt vom Kreisfeuerwehrverband zeichnete Sven Polke, Raimund von Holten mit dem silbernen Ehrenabzeichen aus; Jasmin Sauter wurde Oberfeuerwehrfrau.

Acht Jahre ist das Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20 alt, das die Gemeinde von der Landesfeuerwehrschule in Kassel gekauft hat und das das rund 30 Jahre alte Vorgängerfahrzeug jetzt ablöst - Foto: Anken BohnhorstBild: Acht Jahre ist das Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20 alt, das die Gemeinde von der Landesfeuerwehrschule in Kassel gekauft hat und das das rund 30 Jahre alte Vorgängerfahrzeug jetzt ablöst - Foto: Anken Bohnhorst

Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei.Hinweis: Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei.

 

 

 


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