Limburg. Eine Brandserie hat in der Nacht von Freitag auf Samstag mehr als 120 Einsatzkräfte sämtlicher Limburger Feuerwehren in Atem gehalten. Die Kriminalpolizei schätzt den Sachschaden auf insgesamt rund 200 000 Euro ...

Die Feuerwehr bekämpfte die Flammen in der Graupfortstraße auch von zwei Drehleitern aus - Foto: HäringBild: Die Feuerwehr bekämpfte die Flammen in der Graupfortstraße auch von zwei Drehleitern aus - Foto: Häring

Brände in mehreren Straßen von Limburg haben in der Nacht zum Samstag die Feuerwehr in Atem gehalten. In den meisten Fällen gehen die Ermittler von Brandstiftung aus. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Hinweise zu verdächtigen Beobachtungen in der Innenstadt. Auslöser für den ersten Einsatz gegen 4 Uhr in der Graupfortstraße war wie die Polizei berichtete nach ersten Ermittlungen jedoch vermutlich eine technische Störung. Dabei brannte der Dachstuhl eines Wohnhauses lichterloh (Foto). 17 Menschen konnten sich unverletzt ins Freie retten. Sie mussten vom städtischen Ordnungsamt in Notunterkünften untergebracht werden, da das Gebäude nach Abschluss der Löscharbeiten für derzeit unbewohnbar erklärt wurde. Wenig später standen in vier verschiedenen Straßen Mülltonnen, Altpapierbehälter und ein Auto in Flammen; unter anderem am Amtsgericht. Ein 76 Jahre alter Anwohner wollte ein Feuer löschen und musste mit Verdacht auf Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden. Mehr als 120 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf insgesamt rund 200 000 Euro.

17 Personen aus Wohn- und Geschäftshaus evakuiert - Mülltonnen an mehreren Stellen angezündet

Gegen vier Uhr war die Nacht für die Feuerwehrleute und viele andere in Limburg vorbei. In der Graupfortstraße stand der Dachstuhl eines mit 17 Personen bewohnten Wohn- und Geschäftshauses lichterloh in Flammen. Auslöser war vermutlich ein technischer Defekt. Danach mussten die Einsatzkräfte noch mehrmals ausrücken, weil Unbekannte Abfallbehälter angezündet hatten. In den meisten Fällen geht die Polizei von Brandstiftung aus.

In dem Gebäude in der Graupfortstraße leben vier Familien mit Kindern und ein Paar; im Erdgeschoss ist ein Kosmetikstudio untergebracht. Die Bewohner konnten sich unverletzt ins Freie retten. Sie wurden vom städtischen Ordnungsamt in Notunterkünften untergebracht.

Das Feuer soll nach ersten Angaben im Spitzgiebel ausgebrochen sein. Der Besitzer des Hauses hatte keine Erklärung für die Ursache, weil in den Räumen keinerlei Arbeiten durchgeführt wurden. Der Dachstuhl muss komplett erneuert werden, der Rest des vorläufig nicht bewohnbaren Gebäudes wurde durch Wasserschaden stark beschädigt.

Dort waren die Feuerwehren aus Limburg, Lindenholzhausen, Staffel und Eschhofen mit 70 Aktiven im Einsatz, die das Feuer von der Graupfortstraße und vom Innenhof aus mit zwei Drehleitern bekämpften. Atemschutzträger drangen von innen in die Räume vor. Außerdem waren Rettungsdienste des DRK aus Limburg, Diez, Elbtal und Weilburg vor Ort.

Polizei bittet um Hinweise

Um 4.47 Uhr ging es zunächst in der Weiersteinstraße weiter, nur kurze Zeit später erhielt die Rettungsleitstelle dann die Meldung, dass auch in der Walderdorffstraße zwei Müllcontainer brennen würden. Es handelte sich um zwei Altpapiercontainer, die vor ein Haus gerollt und angezündet wurden. An dem Gebäude entstand Sachschaden durch Ruß und Hitzestrahlung. Nahezu zeitgleich gingen danach weitere Brandmeldungen ein.

Laut Polizei war in der Innenstadt ein Brandstifter unterwegs, der gezielt Mülltonnen an verschiedenen Stellen anzündete. Deshalb wurden auch die Feuerwehren aus Linter, Eschhofen, Offheim und Ahlbach angefordert, die die Brände auf dem Marktplatz, in der Weiersteinstraße, beim Amtsgericht in der Walderdorffstraße sowie in einem Nebengässchen löschten.

In der Weiersteinstraße, wo auch ein Pkw beschädigt wurde, verletzte sich ein 76-jähriger Bewohner beim Löschversuch. Er musste mit Verdacht auf Rauchvergiftung ins Krankenhaus gefahren werden.

In der Nähe des Amtsgerichts hätte es ebenfalls schlimmer kommen können, wenn die durch einen lauten Knall aufgeschreckten Anwohner nicht die Gefahr erkannt gehabt hätten. Die Feuerwehr verhinderte durch rasches Eingreifen, dass das Feuer auf das Haus übergriff. Ebenso in der Johannes-Mechtel-Straße, wo ein Baum von den Flammen einer Mülltonne in Brand geraten war. In der Austraße entdeckte die Polizei rechtzeitig die brennenden Mülltonnen und konnte sie noch zwischen zwei Wohnhäusern entfernen.

Während der Löscharbeiten fuhren mehrere Streifenwagen der Polizei durch die Straßen der Innenstadt auf der Suche nach dem oder den Tätern. Spezialisten der Kripo nahmen die Ermittlungen auf. Sie gehen davon aus, dass der Feuerteufel sich stadtauswärts bewegte. Die Polizei bittet in diesem Zusammenhang dringend um Hinweise aus der Bevölkerung. Wer in der Nacht verdächtige Beobachtungen gemacht hat, soll sich unter (0 64 31) 9 14 00 melden. kdh

Feuerwehrleute beim Einsatz in der Weiersteinstraße  - Foto: HäringBild: Feuerwehrleute beim Einsatz in der Weiersteinstraße - Foto: Häring

Brand in der Graupfortstraße - Foto: Feuerwehr LimburgBild: Brand in der Graupfortstraße - Foto: Feuerwehr Limburg

Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei.Hinweis: Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei.

 

 

 


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