VILLMAR-LANGHECKE (red). So viele Mitglieder wie noch nie zuvor sind kürzlich zur Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Langhecke in das Feuerwehrgerätehaus gekommen ...
Kameraden bemängeln das Fehlen des Digitalfunks / Bürgermeisterin lobt das Gemeinschaftsgefühl
Insgesamt 37 Teilnehmer begrüßte der Vorsitzende und Wehrführer Ulrich Bokler. „Da wird es schon mal eng“, merkte er schmunzelnd an.
In seinem Bericht ging Bokler auf die Entwicklung des Vereins ein, der aktuell 140 Mitglieder zählt. Ein besonderer Höhepunkt des vergangenen Jahres sei die Teilnahme an der Sendereihe „Dolles Dorf“ des Hessischen Rundfunks gewesen. Ende Dezember wurde dies betreffend in Langhecke gedreht. Zudem könne sich die Feuerwehr über einen Zuschuss für die Digitalisierung freuen. Mit den Fördermitteln des Hessischen Ministeriums für Digitalisierung und Innovation seien ein Smartboard und ein Laptop angeschafft worden.
Der stellvertretende Vorsitzende Mario Maurer berichtete von der Aktivenabteilung. Die Feuerwehr Langhecke zähle derzeit 17 aktive Mitglieder, darunter drei Frauen, sowie vier ausgebildete Atemschutzgeräteträger. Trotz dieser soliden Basis sei die Tageseinsatzstärke jedoch weiterhin problematisch. Eine positive Entwicklung konnte Maurer dennoch verkünden. „Die ersten Einsatzkräfte mit Sanitätsausbildung haben sich beim KAT-Rettersystem des Landkreises angemeldet, um im Notfall schnellere Hilfe leisten zu können. Insbesondere bei Herzinfarkten ist das ein großer Vorteil“, sagte er. Ein weiterhin ungelöstes Problem bleibe der fehlende Digitalfunk in Langhecke. „Das ist ein echtes Hindernis für eine moderne und effiziente Kommunikation im Einsatz“, so Maurer.
Alicia Bokler (SPD), Bürgermeisterin von Villmar, die selbst Mitglied der Feuerwehr Langhecke ist, richtete dann einige Worte an die Versammlung. Sie lobte das starke Gemeinschaftsgefühl im Dorf und betonte, wie wichtig sowohl die aktiven Einsatzkräfte als auch der Förderverein für Langhecke seien. Mit Blick in die Zukunft zeigte sie sich optimistisch: Das neue Baugebiet „Am Schulberg“ könne potenzielle neue Mitglieder bringen und die Gemeinde achte bei Neueinstellungen bewusst darauf, ob Bewerber Feuerwehrmitglieder seien. Außerdem gebe es Fortschritte beim Funkmast. Die Baugenehmigung liege inzwischen vor. Trotz angespannter Gemeindefinanzen seien zudem notwendige Anschaffungen für die Feuerwehren im Haushaltsplan vorgesehen.
Der Gemeindebrandinspektor Maurice Kahlheber, der gemeinsam mit seinem Stellvertreter Felix Dasch an der Versammlung teilnahm, appellierte an die Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren der Umgebung. Die Zahl der Einsätze entwickle sich nämlich tendenziell rückläufig, während der Katastrophenschutz zunehmend an Bedeutung gewinne. „Nur durch enge Kooperation können wir der sinkenden Tageseinsatzstärke entgegenwirken“, betonte Kahlheber.
Zahlreiche Mitglieder werden geehrt
Ein feierlicher Höhepunkt der Versammlung war die Ehrung verdienter Mitglieder. Im vergangenen Jahr wurde beschlossen, alle Mitglieder ab dem 50. Jahr ihrer Vereinszugehörigkeit zu Ehrenmitgliedern zu ernennen. Diese Ehre wurde Josef Hundler (68 Jahre), Lorenzo Schiavo (60 Jahre), Karl Heinz Sprado (55 Jahre), Burkhard Seyffert (51 Jahre), Jürgen Schneider (51 Jahre) sowie Reinhard Meuser (50 Jahre) zuteil. Sie erhielten eine Urkunde, ein Weinpräsent und eine handgefertigte Schieferuhr aus original Langhecker Dachschiefer. Ebenfalls geehrt wurden Markus Bockler und Herbert Pollak für 40 Jahre Vereinstreue sowie Sascha August und Jörg Müller für ihre 25 Jahre andauernde Mitgliedschaft.
Hinweis: Verwendung der Artikel mit freundlicher Genehmigung der Nassauischen Neuen Presse.