HÜNFELDEN-DAUBORN (red). Feuerwehr zum Anfassen – das können Schülerinnen und Schüler der Freiherr-vom-Stein-Schule Dauborn jetzt wieder erleben. Wenn es brennt, zählt jede Sekunde ...
Brandschutzerziehung bei den Fünf- bis Siebtklässlern / Mehr Anmeldungen als Plätze im Kurs
Deshalb setzen die Schule und die Freiwillige Feuerwehr Hünfelden weiterhin auf frühzeitige Brandschutzerziehung und gezielte Nachwuchsförderung. Gerade fiel der Startschuss für die sechste Auflage der Arbeitsgemeinschaft „Mehr Feuerwehr in der Schule“.
Das Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 7 und erfreut sich ungebrochener Beliebtheit: Insgesamt gingen 30 Anmeldungen ein. Aus organisatorischen und sicherheitsrelevanten Gründen musste die Teilnehmerzahl jedoch auf 20 begrenzt werden.
Zum offiziellen Auftakt waren neben Einsatzkräften aus den Ortsteilen auch Gemeindebrandinspektor Kai Krebs sowie sein Stellvertreter Thorsten Müller dort. Von der Schule begleiteten die stellvertretende Schulleiterin Babett Kurzius-Beuster und Koordinatorin für Ganztag und Digitales Julia Eckhardt den Start der AG. Sie wird geleitet von Diethard Hofmann und unterstützt von Silke Schmidt, die in der Gemeindeverwaltung den Bereich Brand- und Katastrophenschutz betreut.
Schon in der ersten Unterrichtseinheit wurde deutlich: Die Motivation stimmt. Trotz eines langen Schultages verfolgten die Teilnehmenden aufmerksam die Ausführungen von Arno Stöhr, ehemaliger Berufsfeuerwehrmann und aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Hünfelden. Mit viel Erfahrung, Humor und Fingerspitzengefühl brachte er den Schülerinnen und Schülern das wichtige Thema „Verhalten im Brandfall“ näher. Durch gezielte Fragen und praktische Beispiele band er die Gruppe aktiv ein – schnell entwickelte sich ein lebendiger Austausch mit zahlreichen Fragen aus den Reihen der Jugendlichen.
Die AG umfasst insgesamt neun Doppelstunden, die in Absprache mit der Schulleitung außerhalb des regulären Unterrichts stattfinden. Gefördert wird das Projekt durch das Land Hessen und endet planmäßig im Juni 2026.
Neben theoretischen Grundlagen stehen vor allem auch praktische Ausbildungselemente im Mittelpunkt. So lernen die Teilnehmenden unter anderem das richtige Verhalten im Brandfall, Grundlagen zu Verbrennungsprozessen und Löschmethoden sowie den sicheren Umgang mit Handfeuerlöschern kennen. Ergänzend sind Besichtigungen von Feuerwehrfahrzeugen und Feuerwehrhäusern sowie eine Exkursion zum Hochbehälter in Neesbach geplant, um technische Infrastruktur und Abläufe im Brand- und Katastrophenschutz hautnah zu erleben.
Insgesamt 14 Feuerwehrangehörige gestalten die Unterrichtseinheiten im Wechsel – vielfach außerhalb ihrer regulären Arbeitszeit und unter Einsatz von Urlaubstagen, Gleitzeit oder Überstunden.
Ziel des Projekts ist es, die Handlungssicherheit der Schülerinnen und Schüler in Gefahrensituationen zu stärken, ein fundiertes Verständnis für Aufgaben, Organisation und Bedeutung der Feuerwehr zu vermitteln sowie langfristig Interesse für ein Engagement in der Feuerwehr zu wecken und so aktiv zur Nachwuchsgewinnung beizutragen.
Bild: Das Gruppenbild zum Start der Feuerwehr-Schul-AG an der Freiherr-vom-Stein-Schule in Hünfelden. Die AG wird von Diethard Hofmann geleitet und von Silke Schmidt unterstützt. Foto: Silke Schmidt
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