HÜNFELDEN (red). Eine besondere Übung hat für die Einsatzkräfte der Feuerwehr Hünfelden auf dem Dienstplan gestanden ...
Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Hünfelden blicken hinter die Kulissen der St.-Vincenz-Klinik
Die Veranstaltung war in zwei Teile gegliedert und bot den Teilnehmern einen intensiven Einblick in die Abläufe der Notfallversorgung – von der technischen Hilfeleistung bis zur Behandlung im Schockraum.
Der erste Teil der Übung fand im Feuerwehrhaus statt. Dort referierte Dr. Thomas Martin, Oberarzt in der Abteilung für Anästhesie und operative Intensivmedizin sowie Leitender Notarzt des Landkreises Limburg-Weilburg am St.-Vincenz-Krankenhaus Limburg. Unter dem Titel „THVU, Rettungsdienst – und dann?“ erläuterte er anschaulich, welche Abläufe nach einer technischen Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen folgen. Im Mittelpunkt stand die Frage, was nach der Übergabe des Patienten an den Rettungsdienst geschieht und wie die weitere Versorgung im Krankenhaus organisiert ist. Die Feuerwehrkräfte erhielten einen detaillierten Überblick über die Zusammenarbeit zwischen Rettungsdienst, Notärzten und Klinikpersonal. In der anschließenden Fragerunde konnten zahlreiche praxisnahe Fragen geklärt werden. Gleichzeitig diente der Vortrag der inhaltlichen Vorbereitung auf die bevorstehende Besichtigung des Schockraums.
Zwei Wochen später folgte die praktische Vertiefung im St.-Vincenz-Krankenhaus. Die Einsatzkräfte erhielten vor Ort einen direkten Einblick in die Abläufe eines Schockraumeinsatzes. Gezeigt wurde, wo der Patient mit dem Rettungswagen eintrifft und wie die strukturierte Übergabe an das Schockraumteam erfolgt. Schritt für Schritt wurde erläutert, welche Untersuchungen und Maßnahmen unmittelbar nach der Ankunft durchgeführt werden, wie Diagnostik und Stabilisierung ablaufen und welche weiteren Schritte – etwa Operation, Intensivstation oder Weiterverlegung – sich anschließen können.
Die Koordination der Patientenströme
Ergänzend erhielten die Teilnehmer einen kurzen Einblick in die Zentrale Notaufnahme. Dr. Sven Anweiler stellte die organisatorischen Abläufe, die Triage sowie die Koordination der Patientenströme vor und beantwortete Fragen zur Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Rettungsdienst und Klinikpersonal.
Die Übung verdeutlichte eindrucksvoll, wie wichtig eine reibungslose Zusammenarbeit aller Beteiligten ist – vom ersten Handgriff an der Einsatzstelle bis zur weiteren Behandlung im Krankenhaus. „Mit dieser Fortbildungsmaßnahme stärkte die Feuerwehr Hünfelden nicht nur ihr Verständnis für die innerklinischen Abläufe, sondern auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Rettungsdienst und Klinik – ein wichtiger Baustein für eine bestmögliche Patientenversorgung“, heißt es vonseiten der Feuerwehr.
Bild: Hautnah dabei: Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Hünfelden lassen sich die Ausstattung und die Abläufe im Schockraum des St.-Vincenz-Krankenhauses erklären. Foto: Marlen Kübeler
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